Breakout: Den Unterricht zum Abenteuer machen

Aufgaben lösen, Rätsel knacken und dabei spielerisch das Gelernte üben: So wird der Unterricht zum spannenden Erlebnis.

Tipps
Kernelement eines Breakout-Szenarios im Klassenzimmer ist stets eine Art Schatztruhe, für deren Öffnung diverse Rätsel geknackt und Aufgaben gelöst werden müssen.

„Escape the Room“-Spiele erfreuen sich seit einigen Jahren an zunehmender Beliebtheit – und sind auch längst in Wien angekommen. Dabei wird eine Gruppe an Menschen in einen Raum „gesperrt“ und kann diesen nur verlassen, wenn innerhalb einer bestimmten Zeit verschiedene Rätsel gelöst werden. Das Spiel wendet sich meist vor allem an erwachsenes Publikum und wird üblicherweise in diverse fiktive Szenarien verpackt – vom Gefängnisausbruch bis hin zur Zombie-Apokalypse.

Escape the (class)room

In abgewandelter Form kommt dieses Konzept, oft „Breakout“ genannt, auch im Bildungsbereich zur Anwendung. (In den USA werden dazu sogar eigene Breakout-Kits verkauft.) Doch anstatt die SchülerInnen in einen Raum einzusperren, geht es im Unterricht darum, eine mysteriöse, verschlossene Kiste zu öffnen. Dazu müssen mehrere Rätsel und Aufgabenstellungen gelöst werden, die an verschiedenen Stellen innerhalb des Klassenraums versteckt wurden. Die Aufgaben und Rätsel können als Lösung entweder Hinweise zum finalen Code oder zu weiteren Verstecken anderer Übungen enthalten, bis schlussendlich alle zum Öffnen der Kiste benötigten Codes geknackt wurden.

Übung mit viel Spannung und Motivation

Das spielerische Format solcher Breakout-Szenarien wirkt nicht nur aufregend und motivierend für viele SchülerInnen. Sie können auch für die verschiedensten Themenbereiche angewandt werden, so dass das Gelernte dabei geübt wird: Sei es, dass verschiedene mathematische Aufgaben und Wissensfragen zur Lösung führen, dass Fragen über historische Epochen und Ereignisse beantwortet werden müssen oder dass auf diesem Weg eine gemeinsame Klassenlektüre behandelt wird. Da die verschiedenen Rätsel oft im Team bewältigt werden, mehrere Rätsel auch miteinander verknüpft werden können oder vielleicht sogar die ganze Klasse kooperieren muss, um die Codes zu knacken, wird dabei auch die Teamarbeit gefördert.

Tipps und Inhalte

Es empfiehlt sich, zu Beginn klare Regeln zu definieren – auch was die potentiellen Verstecke von Hinweisen und Aufgabenstellungen betrifft (z.B. der Lehrenden-Schreibtisch ist tabu o.ä.). Die diversen Hinweise können außerdem mit einem einheitlichen Symbol versehen werden, um sie erkennbar zu machen. Als Rätsel und Aufgabenstellungen sind viele verschiedene Formate denkbar, auch viele digitale Inhalte bieten sich dazu bestens an: Von Arbeitsblättern aller Art bis hin zu QR-Codes, die zu Learning Apps führen oder Text beinhalten, Mal den Code, Learning Snacks, Kreuzworträtsel oder interaktive Quizze. Natürlich sollte die Lösung jedes Rätsels bzw. jeder Aufgabenstellung einen notwendigen Code oder auch einen Hinweis zum Fundort eines nächsten Rätsels beinhalten.

All die Aufgaben und Rätsel, die zum Knacken des finalen Codes nötig sind, können dabei in verschiedensten Formen miteinander verknüpft werden: Die Lösung der ersten Aufgabe kann zu einem weiteren Rätsel führen, die Lösung dessen zu einem dritten usw. Ebenso können die Rätsel ohne direkte Verbindung zueinander konstruiert werden, sodass letztendlich eine Kombination aller Rätsellösungen notwendig ist, um die mysteriöse Schatzkiste zu öffnen.



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