Der große Lernroboter-Test – Teil 15: InO-Bot

Der Wiener Bildungsserver hat verschiedene Lernroboter aus pädagogischer und technischer Perspektive getestet. Teil 15: Der InO-Bot.

Robotertest
Der InOBot ist ein rundlicher Lernroboter des Bee-Bot-Herstellers TTS.

Der InO-Bot ist ein Lernroboter, der am Tablet oder am Computer mit der grafischen Programmieroberfläche Scratch programmiert werden kann. Dabei kann er sich nicht nur bewegen, sondern auch zeichnen, Töne abspielen oder diverse Sensoren nutzen.

Erste Inbetriebnahme

Der InO-Bot verfügt über einen eingebauten Akku, welcher über ein mitgeliefertes USB-Kabel aufgeladen wird. Den Herstellerangaben zufolge hält der Akku bei dauerhaftem Gebrauch etwa 3 Stunden lang. Der InO-Bot wird ohne Tutorial, Lernprogramme oder ähnliche Einführungshilfen geliefert. Zu Beginn müssen viele Informationen erst online gesucht werden, wie z.B. die Skalen der diversen Zahlenwerte der Sensoren des Roboters. Die Bewegung des Roboters kann in Zentimeter und Drehungen in Grad programmiert werden, zudem stehen insgesamt 29 verschiedene Töne zur Verfügung, welche von diversen Piepsgeräuschen bis hin zur Tonleiter reichen.

Handhabung

Dank der transparenten Kunststoffhülle des InO-Bots ist das Innenleben des Lernroboters sichtbar. Da sich der InO-Bot unter anderem mithilfe einer kleinen Metallkugel fortbewegt, sind die Bewegungsgeräusche vergleichsweise laut, dafür schafft er kleinere Hürden wie z.B. Teppiche problemlos. Eine Öffnung in der Mitte des Roboters dient als Stifthalterung, so dass der Roboter auf Befehl in der Bewegung zeichnen kann. Da die Bewegungen in Zentimeter und Drehungen in Grad programmiert werden können, ist so auch das Zeichnen geometrischer Figuren möglich.

Programmiert wird der InO-Bot dank Bluetooth-Verbindung über Scratch am Computer oder über eine App am Tablet. Während die Programmieroberfläche am Computer die üblichen Scratch-Befehle um eine Befehlskategorie erweitert, ist die Oberfläche der InO-Bot-App etwas einfacher gehalten. Die App ist jedoch nur in englischer Sprache verfügbar. Die Scratch-Oberfläche am Computer kann zwar auch auf Deutsch eingestellt werden, doch auch hier stehen die InO-Bot-Befehlsblöcke nur auf Englisch zur Verfügung. Weder am Computer noch in der App werden Lernprogramme, Tutorials oder anderweitig hilfreiche Anleitungen geboten. Beim Programmieren ist daher die eigene Kreativität gefragt.

Pädagogisches Fazit

Der InO-Bot eignet sich aufgrund der etwas komplexeren und großteils englischsprachigen Scratch-Programmieroberfläche für den Einsatz ab der Sekundarstufe. In Kombination mit der Zeichenfunktion ist es z.B. möglich den InO-Bot im Mathematik-Unterricht auch für komplexere geometrische Zeichnungen einzusetzen. Auch einfache Kinderlieder oder Tonfolgen können selbst programmiert werden, da der InO-Bot mit einem Tonumfang von etwa eineinnhalb Oktaven ausgestattet ist. Die Programmiermöglichkeiten des Roboters sehen im ersten Moment etwas komplex aus, wenn man sich etwas eingehender damit beschäftigt, findet man viele Möglichkeiten für kreative Einsatzmöglichkeiten.

Die ausführlichen Testergebnisse zum InOBot-Roboter sind im Praxis-Bereich zu finden.



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