Der große Lernroboter-Test – Teil 19: mTiny

Der Wiener Bildungsserver hat verschiedene Lernroboter aus pädagogischer und technischer Perspektive getestet. Teil 19: mTiny.

Testberichte
Der weiße, quadratische mTiny-Roboter mit der weißen Fernbedienung vor grauem Hintergrund.
Der mTiny wird mit einer Fernbedienung ("Tap-Pen-Controller") gesteuert. Tablet, Computer und Co. sind nicht nötig.

Der mTiny ist ein Lernroboter, der ohne elektronisches Gerät programmiert werden kann. Stattdessen wird er mithilfe einer mitgelieferten Fernbedienung gesteuert. Mit dieser kann der Roboter durch das Antippen von Befehlskärtchen programmiert werden, aber auch eine simple Fernsteuerung ist möglich.

Erste Inbetriebnahme

Der mTiny-Roboter und die dazugehörige Fernbedienung (“Tap-Pen-Controller”) werden mittels Akku betrieben, der gemäß Hersteller-Angaben etwa 1 bis 2 Stunden hält. Zum Lieferumfang gehören u.a. ein Aufladekabel, Befehlskärtchen, Aktivitätskarten und eine Quickstart-Anleitung. Diese erwies sich im Test jedoch als irreführend. Denn obwohl darin vermittelt wird, dass der Roboter direkt nach dem Einschalten mit der Fernbedienung ferngesteuert werden könne, funktioniert das erst, wenn der Roboter auf die entsprechende Aktivitätskarte platziert wurde. Zum Programmieren müssen beim mTiny nämlich die Befehlskärtchen mit der Unterseite der Fernbedienung angetippt werden. Auf Knopfdruck führt der Roboter die Befehle dann aus. Mit den beiliegenden Aktivitätskarten stehen verschiedene Modi zur Verfügung, wie z.B. Fernsteuerung mithilfe des Joysticks auf der Fernbedienung, Buchstaben zeichnen oder Musiknoten abspielen.

Handhabung

Der mTiny und die dazugehörige Fernbedienung bestehen aus Kunststoff, beides machte im Test einen soliden Eindruck. Die Fortbewegung des mTiny-Roboters ist zügig und angenehm leise, auch kleinere Unebenheiten kann er problemlos überwinden. Bei der Fortbewegung kann der mTiny auch sehr präzise zeichnen und sogar Buchstaben schreiben. Dazu sind im Set 4 Marker enthalten, die an der Unterseite des Roboters montiert werden können.

Um den mTiny zu programmieren, werden die Befehlskärtchen mit der Unterseite der Fernbedienung in der gewünschten Reihenfolge angetippt. Auf Druck des Startknopfs werden die Befehle dann ausgeführt. Die Befehle werden so lange gespeichert, bis neue Kärtchen angetippt werden. Auf diese Weise ist es möglich Richtungsangaben, Schleifen, Wiederholungen, Zeichen-Befehle, Gesichtsausdrücke oder das Abspielen von Musik zu programmieren. 5 Aktivitätskarten ermöglichen zusätzliche kreative und spielerische Modi, wie z.B. Musiknoten abspielen oder Buchstaben zeichnen.

Pädagogisches Fazit

Der mTiny wird für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, auch das Design und die Handhabung sprechen dafür. Dass zur Steuerung kein digitales Gerät benötigt wird, macht ihn für den Einsatz in Schule und Kindergarten attraktiv. Durch das mitgelieferte Material ist der mTiny sehr vielfältig einsetzbar und bietet eine gute Mischung aus Programmierung, Kreativität und Spiel. Nachteile des mTinys sind einerseits die eher kurze Akkulaufzeit von 1 bis 2 Stunden und andererseits die vielen Einzelteile, die im Set enthalten sind. Ein achtsamer Umgang bzw. Begleitung zu Beginn beim Einsatz in Schule und Kindergarten ist sicherlich empfehlenswert.

Die ausführlichen Testergebnisse zum mTiny-Roboter sind im Praxis-Bereich zu finden.



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