Der große Lernroboter-Test – Teil 9: mBot

Der Wiener Bildungsserver hat verschiedene Lernroboter aus pädagogischer und technischer Perspektive getestet. Teil 9: Der mBot.

Robotertest
Die Basis-Variante des mBots ist wahlweise in einer 2.4G- ("WLAN") oder einer Bluetooth-Variante erhältlich.

Beim mBot handelt es sich um einen Roboter-Bausatz, der aus einem Aluminium-Chassis, verschiedenen Sensoren und elektronischen Bauteilen besteht. Die dazugehörige mCore-Platine basiert auf dem Arduino Uno, die Programmier-Software am Computer basiert auf der visuellen Programmiersprache Scratch. Das Basis-Set ist wahlweise in einer 2.4G-Variante („WLAN-Variante“) oder einer Bluetooth-Variante erhältlich und verfügt neben Möglichkeiten zu Bewegung, LED-Licht und Audioausgabe auch über Ultraschall-, Linienfolge- und Helligkeitssensoren.

Erste Inbetriebnahme

Der mBot-Roboter-Bausatz wird in Einzelteilen geliefert, die zuerst zusammengebaut werden müssen. Eine englischsprachige Kurzanleitung und der benötigte Schraubenzieher liegen bei. Im Test dauerte der Aufbau insgesamt etwa 20 Minuten. Der Roboter kann wahlweise mit vier Stück AA-Batterien oder einem Akku betrieben werden, dieser muss jedoch selbst zusätzlich angekauft werden. Je nach gewählter Variante des mBots kann er anschließend entweder via Bluetooth mit einem Tablet oder Smartphone verbunden werden oder via WLAN mit einem Computer und der kostenlosen, Scratch-basierten Programmier-Software des Herstellers. Tipp: Das 2.4G- bzw. das Bluetooth-Modul kann bei Bedarf ganz einfach abmontiert und gegen das jeweils andere Modul ausgetauscht werden, sofern dieses zusätzlich angekauft wurde.

Handhabung

In der Basis-Variante wird der mBot mit einem Lichtsensor, einem Ultraschallsensor (um z.B. Hindernisse zu erkennen) und einem Linienfolgesensor geliefert. Diverses Zubehör, wie z.B. programmierbare LED-Anzeigen, können zusätzlich erworben und angeschlossen werden. Dazu verfügt der mBot über insgesamt vier Anschlüsse (Ports). Die Fortbewegung des mBots funktionierte im Test flüssig und einwandfrei, die wählbare Geschwindigkeit erwies sich als sehr variabel. Der mBot wird mit drei vorgegebenen, autonomen Modi geliefert (Linienfolgen, Hindernissen ausweichen, manuelle Kontrolle per Fernsteuerung), im Test funktionierten jedoch nur zwei. Eine Fernbedienung ist im Lieferumfang enthalten, jedoch nicht die dazu notwendige Knopfbatterie.

Die Oberfläche zur Programmierung des mBots am Computer basiert auf der visuellen Programmiersprache Scratch, bei der Programme mit grafischen Codeblöcken erstellt werden können. Jene PädagogInnen mit Scratch-Vorwissen haben also einen klaren Vorteil. Tutorials oder ähnliches sind online auf der Hersteller-Webseite zu finden. Um jedoch zu wissen mit welchen Zahlenwerten die vorgegebenen Parameter arbeiten, ist viel eigene Recherche nötig – eine Übersicht wird leider nicht geboten.

Für die Steuerung/Programmierung via Tablet/Smartphone stehen zwei kostenlose Apps zur Verfügung, die beide sowohl für Android als auch für iOS kostenlos angeboten werden: mBlock Blockly und Makeblock. Die App mBlock Blockly arbeitet mit grafischen Codeblöcken zur Programmierung des Roboters. Wahlweise können diverse Tutorials durchgearbeitet oder eigene Programme erstellt werden. Die Makeblock-App bietet neben einer Fernsteuerung auch die Möglichkeit einen Weg für den Roboter vorzuzeichnen oder die englischsprachige Sprachsteuerung zu nutzen. Leider wird in beiden Apps mehrfach auf das zusätzlich ankaufbare Zubehör verwiesen, zudem leiden die Apps teilweise unter einer schlechten, deutschen Übersetzung.

Pädagogisches Fazit

Der mBot ist für SchülerInnen ab ca. 8 Jahren geeignet, Lesekompetenz ist erforderlich. Durch die Möglichkeiten den Roboter mit Scratch, aber auch mit Python zu programmieren, eignet er sich auch für die Sekundarstufen 1 und 2. Vorkenntnisse in der Programmiersprache Scratch sind empfehlenswert, um SchülerInnen ggf. Hilfestellung geben zu können. Wird der mBot mit einem Tablet verwendet, gibt es die Möglichkeit selbst ein umfangreiches Tutorial zu absolvieren, für die Programmierung mit Scratch finden sich online diverse Tutorials.

Die ausführlichen Testergebnisse zum mBot-Roboter sind im Praxis-Bereich zu finden.



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