Ein Schultag mit Tablet

Der Einsatz des Tablets im Unterricht stand an einem Projekttag in der Volksschule Knollgasse im Mittelpunkt.

Reportage
Stop Motion-Filme, Interview-Sprachaufnahmen, Fotos, Learning Apps und Co.: In der Volksschule Knollgasse stand einen Tag lang die Arbeit mit dem Tablet im Unterricht am Programm.

Mit einem Tablet in der Hand huschen zwei Schülerinnen durch den Gang der Volksschule Knollgasse in Wien-Hernals. “Hier ist ein QR Code!”, ruft eine der beiden und bleibt stehen. Rasch wird der Code mit dem Tablet abgescannt. Der dahinter liegende Text erklärt die Aufgabe, die bei dieser Station gelöst werden muss: Die SchülerInnen sollen Emoji-Kärtchen ziehen und diese als Inspiration nehmen, um sich gegenseitig eine Geschichte damit zu erzählen. Die Mädchen überlegen kurz und legen los.

Dieser Tag ist ein besonderer für zwei dritte Klassen der Volksschule Knollgasse in Wien-Hernals, denn es ist ein Projekttag. Die Arbeit mit Tablets im Unterricht steht heute im Mittelpunkt. Mit Unterstützung des Wiener Bildungsservers haben die Lehrenden insgesamt 12 Stationen mit verschiedenen Aufgabenstellungen entwickelt.

Bücherei als Medienstudio

Die Schulbücherei wurde dafür kurzerhand zu einem Film- und Radiostudio umfunktioniert. Während sich in einer Ecke zwei Schüler gegenseitig über die bevorstehenden Ferien interviewen und das Interview mit der Sprachmemo-App aufzeichnen, werden am anderen Ende des Raums Stop-Motion-Filme produziert. Verschiedene Spielfiguren werden von den Kindern vor verschiedenen Hintergründen platziert und Bild für Bild bewegt, am Ende kommt dabei eine kurze Geschichte heraus.

Am Gang grübeln unterdessen andere Gruppen über verschiedenen Learning Apps und einem Safer Internet-Miniquiz. Ein paar Meter weiter malen mehrere Kinder mit Filzstiften bunte Linien auf ein großes Blatt Papier am Boden. “Mal blau-grün-rot, das ist der Super-Turbo!”, weist ein Kind das andere an. Über die färbigen Linien bewegt sich der kleine Ozobot-Roboter, der die verschiedenfarbigen Linien als Programmcodes erkennt und verschiedene Befehle ausführt. Direkt daneben programmieren andere SchülerInnen Bee-Bots über die Wien-Matte.

Augmented Reality-Ausmalbilder

In einem der Klassenräume kann ein Papier-Baum anhand eines YouTube-Videos nachgebastelt werden. Daneben werden mit der Augmented Reality-App Quiver eigens ausgemalte Bilder zum Leben erweckt: “Wow! Schau mal, der schaut voll echt aus!”, staunt eine Schülerin begeistert, als sie ihr Falken-Bild scannt und plötzlich ein Augmented Reality-Falke auf dem Display des Tablets erscheint.

Als die Lehrenden das Ende des Projekttags einläuten, ist es gar nicht so leicht, die Kinder von den Stationen zu lösen. In einer Abschlussrunde wird Feedback eingeholt: Die Kinder hatten viel Spaß, für alle Geschmäcker war etwas dabei. Auch die Lehrenden freuen sich: “Mir hat am besten gefallen, dass ihr alle so fleißig mitgemacht habt!”, loben sie in die Runde, ehe die Kinder sich wieder in ihren Klassen einfinden.



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