First Lego League in Wien: MINT trifft Lego

Der internationale Forschungs- und Roboterwettbewerb First Lego League machte vergangene Woche Halt in Wien. Drei Teams ziehen weiter ins Österreichfinale ein.

Reportage
Bei der "Robot Game"-Disziplin sind Programmierkenntnisse und gutes Roboter-Design gefragt: Die Teams müssen mit Lego Mindstorms-Roboter verschiedene Programmieraufgaben bewältigen.

Spannung liegt in der Luft. Konzentriert arbeiten die 9- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler mit Lego-Teilen, Computer und Tablets. Einige tüfteln an einer Programmierung, andere optimieren den Aufbau eines Lego-Roboters oder nehmen letzte Änderungen an einer Präsentation vor. Nach acht Wochen der Vorbereitung ist es für die jungen Schul-Teams heute soweit: Sie sind bei der First Lego League in der WKO, veranstaltet von talentify.me. Unter dem heurigen Motto “CITY SHAPER - Gestalte das Bauen der Zukunft” müssen sie sich nicht nur kniffligen Programmier-Aufgaben mithilfe eines gut designten Roboters stellen. Auch ein Projekt, passend zu einer Forschungsfrage, muss präsentiert werden und Teamfähigkeiten müssen unter Beweis gestellt werden, um in die nächste Runde aufzusteigen.

Vier Kategorien zum Sieg

Insgesamt 220 SchülerInnen in 22 Teams nahmen am Freitag dem 29. November 2019 am Wiener Regionalwettbewerb der First Lego League teil. Österreichweit zählt der Wettbewerb insgesamt 1380 teilnehmende SchülerInnen. Die Sieger-Teams der Regionalwettbewerbe in den einzelnen Bundesländern ziehen am 18. Jänner 2020 in das Österreichfinale in St. Pölten ein, um sich für das Zentraleuropafinale in Deutschland im März zu qualifizieren.

Insgesamt hatten die Teams acht Wochen lang Zeit, um sich vorzubereiten. Über ein Lego Mindstorms-Set bzw. ein Lego WeDo-Set für den Junior-Bewerb muss die Schule selbst verfügen. Die Teilnahmegebühr von 137 Euro pro Team wird mit etwas Glück von einem Sponsor übernommen. Ein Paket mit zusätzlichem Material, um für den Bewerb üben zu können, wird zur Verfügung gestellt. Beim Wettbewerb vor Ort werden die Teams der 9- bis 16-jährigen SchülerInnen dann in vier Kategorien von SchiedsrichterInnen und JurorInnen bewertet: Robot Design, Forschung, Teamwork und Robot-Game.

Wissenschaft und Technologie spielerisch entdecken

In dem sportlichen Setting der First Lego League sollen Kinder und Jugendliche spielerisch an Wissenschaft und Technologie herangeführt werden. „Fähigkeiten wie soziale Intelligenz, digitales Denken, Teamwork und lösungsorientiertes Handeln werden in Zukunft immer wichtiger. Die First Lego League bietet Jugendlichen die Chance, sich diese grundlegenden Kompetenzen in einem spielerischen Wettbewerbsrahmen anzueignen”, so Bernhard Hofer, Geschäftsführer von talentify.

In der First Lego League Junior haben auch 6- bis 9-jährige SchülerInnen die Möglichkeit, ihre Kenntnisse und ihre Kreativität unter Beweis zu stellen. In Teams gestalteten die teilnehmenden SchülerInnen aus Lego je ein Bauwerk der Zukunft und betrieben dabei jeweils mindestens ein Element vollautomatisch mittels eines programmierten Lego WeDo-Sets. So wurde beispielsweise bei der “Traumschule” der GTVS Europaschule Vorgartenstraße an alles gedacht: Die Schule ist nicht nur barrierefrei und verfügt über Solarzellen am Dach, sie hat auch eine Eingangstür, die mittels Bewegungssensor bedient werden kann und einen vollautomatisierten Lift, beides wurde mit Lego WeDo-Sets programmiert. Eine Klasse der GEPS Anton-Baumgartner-Straße hat einen Lift und ein Windrad ihres Bauwerks mittels Lego WeDo programmiert. Das schwimmende Bauwerk des Junior-Teams der VS Kindermanngasse bewegt sich mithilfe eines Lego WeDo-Motors fort. Von den Kindern selbst gestaltete Plakate dienen zur weiteren Beschreibung des Projekts. Stolz präsentieren die jungen Teams den BesucherInnen und der Jury ihre Werke. Am Ende des Nachmittags wird jedes teilnehmende Junior-Team mit Medaillen ausgezeichnet.

Im Wettbewerb der 9- bis 16-jährigen SchülerInnen geht’s unterdessen heiß her: Die übrigen Teams feuern ihre KlassenkameradInnen tatkräftig beim “Robot Game” (der Programmier-Disziplin) an. Letztendlich gehen drei Teams als glückliche Sieger aus dem Finale hervor: Die “Lungauer Sappl-Spezialisten” aus der NMS Tamsweg in Salzburg, die SAPmarine aus dem BG Mödling sowie SAPere Aude aus dem Evangelischen Gymnasium und Werkschulheim Wien überzeugten in allen vier Disziplinen und ziehen somit ins Österreichfinale im Jänner ein.



Bewertungen & Kommentare

Bitte loggen Sie sich ein, um Bewertungen und Kommentare abgeben zu können.


Bewerte diese Seite

 
 
 
 
 
 
 
Bewerten
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen
0 %
1
5
0
 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!