Leitfähiges zum Klingen bringen mit Makey Makey

Computational Thinking-Materialien im Test – Teil 7: Makey Makey – die vielseitige Platine, die Alltagsgegenstände zum Klingen bringt.

Robotertest
Die knapp 10 x 5 cm kleine Platine ist vielseitiger als erwartet: Leitfähige Gegenstände können zum Klingen gebracht oder als Steuerung verwendet werden.

Bananen zu Bongos umfunktionieren, Löffel als Controller verwenden oder ein klingendes Piano aus Alufolie basteln – Makey Makey macht’s möglich. Die kleine Platine verwandelt leitfähige Gegenstände in programmierbare Computertasten und bietet so einen einfachen, ersten Einstieg ins Making. (Getestet wurde das Makey Makey Classic-Set.)

So funktioniert’s

Zum Lieferumfang des Makey Makey-Classic-Sets gehören neben der Platine selbst auch ein USB-Kabel, 7 Krokodilklemmen und 6 Verbindungskabel. Die Platine wird via USB-Kabel am Computer angeschlossen. Mithilfe der Makey Makey-Webseite und der darauf enthaltenen Apps können dann schnell erste hörbare Ergebnisse erzielt werden. Dazu müssen lediglich die jeweils richtigen Stellen der Platine mithilfe der Krokodilklemmen mit leitfähigen Gegenständen verbunden werden, so dass diese bei Berührung eine Tastatureingabe am Computer simulieren. Zu Beginn kann Makey Makey deshalb dazu genutzt werden, die Leitfähigkeit von verschiedenen Gegenständen zu testen und physikalische Grundprinzipien zu besprechen.

Obwohl sich auf der Webseite einige Einstiegs-Anleitungen und unzählige Makey Makey-Projekte der Online-Community finden, werden keine wirklichen Anleitungen geboten, um die Platine selbst zu programmieren, denn der Fokus liegt hierbei am Making. Stattdessen verweist die Webseite lediglich auf die grafische Programmiersprache Scratch. Jene mit ein wenig Scratch-Erfahrung können sich dann rasch austoben und die mit der Makey Makey-Platine verbundenen Gegenstände mit verschiedenen Sounds hinterlegen oder sie anderweitig als Steuerung verwenden. Im Unterricht kann die Platine jedoch generell für kleinere oder größere Projekte relativ rasch eingesetzt werden, da die vorgegebenen Projekte auf der Homepage einen schnellen Einsatz ermöglichen. Je nach Einsatzzweck kann die Makey Makey Platine ab der 2. Schulstufe eingeschränkt eingesetzt werden, wobei die Begleitung  einer Lehrperson jedoch notwendig ist. Ab der Sekundarstufe sind eigene Projekte, auch mit Scratch, in Einzel-oder Partnerarbeit möglich. 

Vielseitiger als gedacht

Makey Makey macht also aus leitfähigen Gegenständen programmierbare Computertasten. Was im ersten Moment so simpel klingt, kann dennoch sehr vielfältig eingesetzt werden, nicht nur, weil mit unterschiedlichsten leitfähigen Gegenständen und Dingen gearbeitet werden kann (Lebensmittel, Knetmasse, Menschen, Bleistift-Graphit, Alufolie, Besteck etc.). Die verbundenen Gegenstände können zudem mit verschiedensten Eingaben hinterlegt werden – von musikalischen Klängen bis hin zu verschiedenen Geräuschen oder Steuerungseingaben für ein kleines Spiel. Die Makey Makey-Webseite dient hierbei bestens als Inspiration und zeigt viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Projekte.

Wir haben dies auch selbst getestet und Programmieren mit Storytelling verbunden. So haben wir eine Geschichte erfunden, dazu passende Bilder mit Bleistift gezeichnet (durch die Leitfähigkeit des Graphits ist hier eine Verbindung mit der Krokodilklemme möglich) und diese dann in Scratch programmiert. Durch das Antippen der Bilder wurde der „Reiz“ ausgelöst und ein Ton wurde abgespielt. 



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