Neue Studie: Analoge vs. digitale Bildungsmedien

682 PädagogInnen wurden in einer Studie zum Einsatz von Lernmedien an Österreichs Schulen befragt.

56,7 % der befragten PädagogInnen bevorzugen eine Mischung aus analogen und digitalen Bildungsmedien.

In der kürzlich veröffentlichten Studie Lernen, üben und merken befragten die Bildungsverleger Österreichs bundesweit 682 Pädagoginnen und Pädagogen unterschiedlicher Schulstufen (VS, NMS, AHS, BMS/BHS, PädagogInnen in Ausbildung). Thema der Studie ist die pädagogisch-didaktische Praxis des Einsatzes von Lernmedien an Österreichs Schulen. 

Status quo: Was kommt zum Einsatz?

51,4 % der Befragten gaben an, manchmal mit digitalen Bildungsmedien zu arbeiten, 38,3 % arbeiten regelmäßig damit. Nur 10,3 % der befragten PädagogInnen gab an keine Erfahrungen mit digitalen Bildungsmedien zu haben bzw. nie damit zu arbeiten. Knapp zwei Drittel der Befragten verwenden derzeit eine Mischung aus analogen und digitalen Bildungsmedien, wobei 84,3 % der Befragten häufiger analoge als digitale Bildungsmedien verwenden.

Präferenz: Was wird bevorzugt?

56,7 % bevorzugen eine Mischung aus analogen und digitalen Bildungsmedien, während 35,1% analoge und 8,2% digitale Bildungsmedien präferieren. Eine Mischung aus beiden Bildungsformen erziele den größten Lern- und Merkerfolg bei SchülerInnen, meinten 59,1% der befragten PädagogInnen. 35% sehen einen größeren Lern- und Merkerfolg bei analogen, 5,9% bei digitalen Medien. Als Wünsche und Anregungen zu Bildungsmedien wurden die Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen und das Beibehalten analoger Medien am häufigsten genannt.

Was wollen die SchülerInnen?

Auch 587 SchülerInnen in Österreich zwischen der 8. und 13. Schulstufe wurden befragt. Rund 80% sehen spontane Vorteile von gedruckten Schulbüchern, wie z.B. dass man Wichtiges markieren und Notizen machen kann. Fast 85% erkennen aber auch Vorteile digitaler Schulbücher, insbesondere das „All-in-one-Prinzip“ (alle Bücher auf einem Gerät) und das geringe Gewicht. Das Lernen und Merken falle den SchülerInnen zum überwiegenden Teil mit Printschulbüchern leichter (jeweils etwa 67%). Daher sei, der Studie zufolge, auch für die SchülerInnen der hybride Weg – also eine Mischung aus analogen und digitalen Bildungsmedien – der gewünschte.

Analoge Bildungsmedien gewährleisten eine einfache und sichere Verfügbarkeit, wie Markus Spielmann, Sprecher der österreichischen Bildungsverleger, festhält. Zukunftsweisend sei der hybride Weg „insgesamt die Antwort auf die steigende Komplexität der Arbeitswelt."



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