Neue Studie zum Medienverhalten Jugendlicher

Die Jugend-Medien-Studie 2019 wurde veröffentlicht und gibt interessante Einblicke in das Medienverhalten Jugendlicher, auch aus Sicht von PädagogInnen.

Das Smartphone spielt für Jugendliche eine wichtige Rolle.

Die im Auftrag der Education Group durchgeführte Jugend-Medien-Studie 2019 gibt spannende Einblicke in das Medienverhalten von Jugendlichen zwischen 11 und 18 Jahren. Für die zum sechsten Mal durchgeführte Studie wurden insgesamt 500 oberösterreichische Jugendliche zwischen 11 und 18 Jahren befragt, sowie 200 Eltern mit Kindern in diesem Alter und 102 PädagogInnen der Sekundarstufe 1 in Oberösterreich.

Freunde bleiben zentraler Aspekt

Die Top-Freizeitbeschäftigungen der befragten Jugendlichen sind:

1. Mit Freunden treffen (72%)
2. Etwas am Computer, Tablet oder Handy machen (66%)
3. Kommunizieren mit WhatsApp, Facebook, SMS (64%)
4. Mit der Familie/den Eltern Zeit verbringen (62%)
5. DVDs, YouTube schauen (61%)

Die Freunde bleiben im Verlauf der bisherigen Studien konstant ein wichtiger Aspekt für Jugendliche. Das Kommunizieren über WhatsApp ist den Jugendlichen zwar sehr wichtig, weit weniger jedoch das Telefonieren mit Handy/Smartphone (49%).

Musik- und Filmkonsum verlagert sich

Spannende Entwicklungen sind auch beim Bewegtbild- und Musikkonsum zu beobachten: Während im Jahr 2011 noch 93% der Jugendlichen das Fernsehen zu ihren Freizeitbeschäftigungen zählten, sind es im Jahr 2019 nur noch 57%. Auch das Radio hören wurde heuer nur noch von 26% der befragten Jugendlichen als Freizeitbeschäftigung genannt. Jugendliche haben jedoch keineswegs das Interesse an Filmen, Serien oder Musik verloren, vielmehr hat sich die Nutzung dessen auf andere Medien verlagert. Statt klassischen Fernsehprogrammen (durchschnittlich 43 Minuten pro Tag) konsumieren Jugendliche nun verstärkt Videoclips im Internet (durchschnittlich 74 Minuten pro Tag). Für 70% der befragten Jugendlichen ist YouTube mittlerweile die Top-Musikquelle, gefolgt von Streaming-Anbietern wie z.B. Spotify mit 47%. Auch bei den Internetaktivitäten nannten 78% der befragten Jugendlichen YouTube, gefolgt von Instant Messaging (58%), Nutzen von Streaming Diensten (45%) und Fotos veröffentlichen (41%). Die Bedeutung der Online-Videoplattform für Jugendliche ist also keinesfalls zu unterschätzen.

Medien werden im Unterricht berücksichtigt

Das Interesse der Jugendlichen an Internet, Smartphone und Co. wird der Studie zufolge auch von PädagogInnen (Sek.1) berücksichtigt. Über Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Internet sprechen 67% der PädagogInnen im Unterricht, 59% auch über jene mit Computer und Tablet, 56% thematisieren Handy bzw. Smartphone im Unterricht. Der Computer/Laptop bzw. das Tablet wird vom Großteil der befragten PädagogInnen als nützlich (85%) und Gegenstand des Unterrichtsalltags (84%) wahrgenommen, der Umgang damit solle außerdem in der Schule gelehrt werden (72 %). Medienkompetenz wird von 72% der befragten PädagogInnen als wichtiges Thema an der je eigenen Schule erachtet.

Noch mehr detaillierte Ergebnisse sind auf der Webseite der Education Group zu finden.

 



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