Online sicher unterwegs an der NMS Geblergasse

In einem Saferinternet.at-Workshop sprachen SchülerInnen der NMS Geblergasse über sichere Internetnutzung.

Reportage
Lehrer Mustafa Kucin und Saferinternet.at-Trainer Viktor Perdula sprachen mit den SchülerInnen im zweistündigen Workshop über sichere Internetnutzung.

Sichere Internetnutzung stand im Safer Internet-Aktions-Monat Februar an vielen österreichischen Schulen im Mittelpunkt. So auch an der NMS Geblergasse im 17. Wiener Gemeindebezirk. In einem je zweistündigen Workshop von Saferinternet.at standen bei den dritten Klassen Ende Februar Themen wie soziale Netzwerke, Cybermobbing und Datenschutz im Fokus.

Ganze Klasse ist online unterwegs

„Wer von euch hat aller ein Smartphone? Steht’s bitte auf“, bittet Saferinternet.at-Trainer Viktor Perdula die Klasse – alle stehen auf. Auch WhatsApp und Instagram sind in der Klasse weit verbreitet, etwa zwei Drittel der SchülerInnen nutzen auch Snapchat. Etwa ein Drittel der Klasse hat mehr als eine E-Mail-Adresse – „eine für Privates, eine für Spiele und so“, erklärt ein Schüler. Viktor Perdula bestätigt: „Es ist immer ganz gut, mehrere E-Mail-Adressen zu haben.“ Denn wird für jede Registrierung dieselbe E-Mail-Adresse und vielleicht auch noch dasselbe Passwort verwendet, lässt sich, wenn die Zugangsdaten erst einmal bekannt sind, wesentlich leichter Unfug treiben.

„Was sind denn persönliche Daten?“, will der Saferinternet.at-Trainer als nächstes von den SchülerInnen wissen. Nach und nach zählen sie auf: Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Wohnort/Adresse und vieles mehr. Mit diesen Daten sollte man vor allem online sehr vorsichtig umgehen, betont Viktor Perdula. Um die Bedeutsamkeit von Datenschutz zu veranschaulichen, gibt er einen Tipp: „Überlegt’s euch bei allem, was ihr im Internet angebt und postet: Würde ich mir das auf ein T-Shirt drucken lassen und damit durch ein Einkaufscenter spazieren?“.

Das Internet vergisst nichts

Datenschutz ist vor allem auch deshalb wichtig, weil das Internet nichts vergisst, hält der Trainer fest. „Wenn man z.B. auf Instagram ein Foto löscht, behält Instagram das trotzdem“, führt eine Schülerin aus. Nicht nur das, betont der Trainer: Gemäß den Nutzungsbedingungen dürfen Instagram oder auch Facebook die hochgeladenen Fotos auch für kommerzielle Zwecke nutzen. So wurde vor nicht allzu langer Zeit ein Fall einer jungen Österreicherin bekannt, deren altes Facebook-Profilfoto auf einem Pullover abgedruckt wurde, ohne deren Wissen. Diese Anekdote hat gesessen – die SchülerInnen sind sichtbar überrascht.

Wie funktioniert das Internet?

Mithilfe eines kurzen Videos wird anschaulich erklärt, wie sich das Internet aus vielen Servern, Kabeln, Routern usw. zusammensetzt. Nun wird das Versenden einer WhatsApp-Nachricht in der Klasse nachgestellt: Man stelle sich vor, zwei SchülerInnen, die in der Klasse am jeweils anderen Ende sitzen, wollen einander eine Nachricht schreiben und diese müsse nun übertragen werden, erklärt der Trainer und lässt die SchülerInnen eine lange Menschenkette bilden, alle nehmen sich an den Händen. Der Versender der Nachricht darf jeweils entweder einmal oder zweimal die Hand seines Nachbarn drücken, um die Nachricht weiterzuleiten. Auf diesem Weg soll die Nachricht bis zum Empfänger weitergeleitet werden. Beim zweiten Versuch klappt’s: „Wie oft wurde gedrückt?“, fragt der Trainer in die Runde. Alle antworten: „Zweimal!“. Stimmt, bestätigt der Versender. „Aber Moment – warum wisst’s ihr das denn jetzt alle, wenn ja eigentlich nur die beiden miteinander kommunizieren wollten?“, macht Viktor Perdula aufmerksam und zieht einen Vergleich zu Nachrichten, die via Internet verschickt und über unzählige Verbindungswege bis zum Empfänger weitergeleitet werden.

Nachdem kurz das Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild erklärt wird, wird das Thema Cybermobbing behandelt. Der Saferinternet.at-Trainer empfiehlt, sich gegebenenfalls auch online, z.B. in der Klassen-WhatsApp-Gruppe, Regeln auszumachen. Außerdem solle man nicht vergessen zu versuchen, Konflikte ggf. im persönlichen Gespräch zu beseitigen. Nachdem abschließend gemeinsam die WhatsApp-Datenschutz-Einstellungen durchbesprochen werden, läutet es zur Pause. Während einige SchülerInnen noch über das soeben Erfahrene diskutieren, packt Viktor Perdula zusammen – nach der Pause geht es in der nächsten Klasse weiter.



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