Open Source & OER: Geteiltes Wissen im Web

Open Source-Programme und Open Educational Resources zeigen immer wieder aufs Neue warum es Sinn macht, Wissen im Web zu teilen.

Bei Open-Konzepten wird online "kooperiert": Eine Person veröffentlicht ein Werk, eine andere erweitert und verbessert es und veröffentlicht das so Entstandene.

Wer sich gelegentlich mit verschiedenen Programmen beschäftigt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal über den Begriff “Open Source” gestolpert. Mit Open Source wird ein Konzept bezeichnet, bei welchem Programme mit ihrem Quellcode ausgeliefert werden. Dadurch kann diesen jeder einsehen und auch verändern. 

Während bei als “Freeware” bezeichneten Programmen die kostenlose Nutzung im Vordergrund steht, wird bei Open Source vor allem Wert auf den frei verfügbaren Quellcode des Programms gelegt. Open Source-Software wird zwar häufig kostenlos angeboten, das muss jedoch nicht zwangsläufig so sein. Denn für Open Source-Software darf zwar keine Lizenzgebühr erhoben werden, sie darf jedoch gegen Entgelt verkauft werden (also z.B. auf einem Datenträger oder über einen Downloadlink). Die genauen Kriterien, die Open Source-Software erfüllen soll, werden von der Open Source Initiative (OSI) definiert.

Open Source für Schulen

Der Einsatz von Open Source-Software bringt so einige Vorteile mit sich, vor allem auch für Lehrende. Open Source-Programme sind häufig kostenlos verfügbar und werden dabei meist laufend von der Community verbessert. Zu den bekanntesten Open Source-Anwendungen zählen unter anderem der Mozilla Firefox-Browser, der VLC media player, die Office-Pakete LibreOffice und OpenOffice, das Grafikbearbeitungsprogramm Gimp oder auch die Audio-Software Audacity.

Open Source-Lehrmaterialien = Open Educational Resources

Aus dem Open Source-Begriff haben sich verschiedene andere Open-Konzepte abgeleitet, so z.B. Open Data (frei zugängliche, “offene” Daten) oder auch Open Hardware (Hardware, die nach freien Bauplänen hergestellt wird). Für Lehrende besonders interessant sind jedoch die Open Educational Resources. Als Open Educational Resources, kurz OER, werden jene Bildungsmaterialien bezeichnet, die unter einer offenen Lizenz wie z.B. Creative Commons veröffentlicht werden. Je nach Lizenz können OER von anderen kostenfrei genutzt und häufig auch verändert werden. OER-Materialien können verschiedenste Formen haben: Vom OER-Schulbuch, wie z.B. Computational Thinking mit dem BBC micro:bit, über OER-Arbeitsblätter, wie sie z.B. am LehrerInnen-Web im Zuge von Praxis-Ideen veröffentlicht werden bis hin zu OER-Onlinekursen, wie sie häufig auf iMoox.at zu finden sind.

Beispiele für OER:

  • Materialien am LehrerInnen-Web
    Viele am LehrerInnen-Web zur Verfügung gestellten Materialien wie z.B. jene die im Rahmen von Praxis-Ideen veröffentlicht werden, werden Creative Commons-lizenziert. Ist dies nicht der Fall (wie z.B. in der Materialdatenbank) dürfen die Inhalte des LehrerInnen-Webs zum Gebrauch im nichtkommerziellen, pädagogischen Kontext genutzt werden.

  • Saferinternet.at
    Materialien die Lehrenden auf Saferinternet.at zur Verfügung gestellt werden, werden in der Regel Creative Commons-lizenziert.

  • digi.komp - Unterrichtsbeispiele
    Viele der auf digikomp.at veröffentlichten Unterrichtsbeispiele sind Creative Commons lizenziert.

  • eTapas von eeducation
    Auf der eEducation-Plattform werden als OER geteilte Unterrichtsszenarien eTapas genannt.

  • Computational Thinking mit dem BBC micro:bit
    OER-Schulbuch, das CC-BY lizenziert ist und das viele Unterrichtsideen mit dem Einplatinencomputer micro:bit liefert.

  • Search.CreativeCommons.org
    Creative Commons-Suchmaschine, die CC-lizenzierte Inhalte zeigt.


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