Wiener Schülerin regte Kopftuch-Emoji an

Eine 16-jährige Schülerin der Vienna International School überzeugte mit ihrer Diversity-Idee.

Die 16-jährige Rayouf Alhumedhi engagierte sich für die Einführung eines Emojis mit Hijab.

Rayouf Alhumedhi ist 16 Jahre alt und Schülerin der Vienna International School im 22. Bezirk. Die selbstbewusste Muslima ist eine engagierte SchülerInnenvertreterin und selbst Kopftuchträgerin. Als sie letztes Jahr einen WhatsApp-Gruppenchat mit einigen Freundinnen eröffnen wollte, sollte dieser mit einem Emoji für jedes Gruppenchat-Mitglied betitelt werden - die Schülerin konnte jedoch kein Emoji finden, das ihr ähnelte.

Antrag an Unicode-Consortium

"Es ist wichtig für meine Identität", sagt Alhumedhi. Sie wandte sich an das Unicode-Consortium, das Emoji-Standards festlegt. Zwei Tage lang arbeitete sie an einem entsprechenden Antrag. Ihre Kampagne nahm schnell Fahrt auf und erhielt unter anderem Unterstützung vom Reddit-Mitbegründer Alexis Ohanian, sodass das Emoji schlussendlich veröffentlicht wurde.

Rayouf Alhumedhi freut sich: Dies sei ein Schritt vorwärts "um Diversity zu feiern und den Islam in der Gesellschaft zu akzeptieren". Außerdem ist sie sicher, dass "dieses Emoji die Welt indirekt positiv beeinflussen wird, sobald Menschen, die gegen das Kopftuch oder den Islam als Glaubensform sind, das Emoji auf ihrer Tastatur entdecken." Durch ihr Engagement wurde die 16-Jährige vom Time-Magazin zu einem der 30 einflussreichsten Teenager 2017 gewählt.



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