Peinliche Fotos

Eine Blitzidee zum Thema Recht am eigenen Bild | Aus "Safer Internet im Kindergarten" saferinternet.at
11.10.2017

Primarstufe


Kompetenzportfolio

  • Muttersprachliche Kompetenz
  • Soziale Kompetenz
  • Computerkompetenz
  • Bürgerkompetenz

Durchführung

Durchführung

RESSOURCEN/WERKZEUGE

  • Digitalkamera
  • Computer
  • Drucker
  • Filzstifte
  • evtl. Bildbearbeitungssoftware | Tux Paint

SOZIALFORMEN

  • Plenum
  • Einzelarbeit

AKTIONEN

  • Fotografieren
  • Fotobearbeitung
  • Besprechen

DAS RECHT AM EIGENEN BILD

Fotos werden heutzutage schnell einmal ins Internet hochgeladen  - etwa auf das eigene Profil in einem Sozialen Netzwerk, auf die eigene Homepage oder in den persönlichen Blog. Einmal veröffentlicht, ist es kaum mehr möglich das Foto gänzlich aus dem Netz zu entfernen. Das Internet vergisst nichts! Auch wenn die Problematik vor allem Jugendliche betrifft (aber auch Eltern, die Fotos ihrer Kinder ins Internet stellen), kann der Grundstein für ein verantwortungsbewusstes und respektvolles Verhalten im Internet bereits in früher Kindheit gelegt werden.

In Österreich besteht das Recht am eigenen Bild. Das bedeutet, um ein Foto veröffentlichen zu dürfen (darunter fällt auch das Hochladen des Fotos ins Internet, zB auf Facebook), ist das Einverständnis der abgebildeten Person(en) einzuholen. Das Hochladen von Fotos, die andere bloßstellen, ist nicht nur menschlich fragwürdig, sondern in jedem Fall verboten und kann somit rechtliche Folgen nach sich ziehen. 

Diese Übung soll SchülerInnen in ihrer Wahrnehmung für Fotos, die einem selbst oder anderen peinlich und unangenehm sein könnten, sensibilisieren und in ihrer Empathie und sozialen Verantwortung stärken. Außerdem soll den SchülerInnen bewusst werden, dass sie das Recht haben, "Nein!" zu sagen, wenn sie nicht fotografiert werden wollen oder Fotos, auf denen sie abgebildet sind, nicht oder nur einer bestimmten Personengruppe zeigen möchten.

DURCHFÜHRUNG

Die SchülerInnen fotografieren sich gegenseitig mit der Digitalkamera. Der Schwerpunkt sollte hier auf das freie Fotografieren ohne zusätzliche Vorgaben und dem Spaß, den die Kinder dabei haben, gesetzt werden. Äußern SchülerInnen den Wunsch, nicht fotografiert werden zu wollen, ist dieser zu respektieren!

Die Fotos werden am PC gespeichert und gemeinsam betrachtet. 

Fotos, die einem oder mehreren Kindern unangenehm sind, werden gelöscht. Ausgedruckt werden nur ausgewählte Bilder, zu deren Weiterbearbeitung die jeweiligen abgebildeten Kinder ihr Einverständnis geben. Jedes Kind darf nun ein Foto mit Filzstiften übermalen und lustige Details hinzufügen.

Alternativ können die Kinder die Fotos auch mit einer einfach zu handhabenden Bildbearbeitungssoftware (z.B. Tux Paint) verändern.

Wie das Einfügen von Fotos in das Programm Tux Paint funktioniert, erfahren Sie in unserer Anleitung. Mehr Infos und Ideen zu Tux Paint gibt es auf unserem Portal Medienkindergarten

Wichtig ist auch hier, immer mit den abgebildeten Kindern abzuklären, ob die Veränderungen und Übermalungen der Fotos für sie ok sind.

Reflexion

Reflexion

Die bearbeiteten Bilder werden schließlich gemeinsam besprochen:

  • Welche Fotos würdest du Freunden, welche deinen Eltern zeigen?
  • Welche Bilder würdest du gerne von dir selbst in der Zeitung, im Fernsehen oder im Internet sehen?
  • Welche Fotos würdest du niemals im Internet teilen? Warum nicht?
  • Was machst du mit Fotos, die dir oder deinen Freunden peinlich sind?

Voraussetzung ist hierbei eine vertrauensvolle Atmosphäre sowie ein respektvoller Umgang untereinander. Die Fotos können schließlich auch - immer mit Einverständnis der jeweiligen SchülerInnen - ausgestellt werden.

Tipp

Tipp

Diese Idee stammt aus der Broschüre "Safer Internet im Kindergarten" | Saferinternet.at. Diese und andere Broschüren können Sie über den Broschürenservice von Saferinternet.at bestellen (Bestellung und Versand innerhalb Österreichs kostenlos) oder einfach downloaden.

Links

Links

Im speziell an Kinder gerichteten Blog Der Internet Guide – Leos & Lupes BLOG können die SchülerInnen nachlesen, was das Recht am eigenen Bild bedeutet – am Beispiel Schulhomepage.