Vom Stephansdom zum Karlsplatz

Der Roboter "Blue Bot" lernt Wien kennen

Elementarstufe | Primarstufe 

Lehrplan "Digitale Grundbildung"

  • Computational Thinking

Kompetenzportfolio

  • Soziale Kompetenz
  • Medienkompetenz
  • Mathematische Kompetenz
  • Lesekompetenz

Modulare Arbeitsweise

Die Module sind entsprechend der Ressourcen und in beliebiger Abfolge umsetz-, erweiter- und wiederholbar. Nur der Einstieg ist Voraussetzung für die weiteren Module. 

Ressourcen/Werkzeuge

Modul A: Einstieg ins Thema Robotik

Modul A: Einstieg ins Thema Robotik

Plenum

Ziel dieses Moduls ist es, dass die SchülerInnen die Grundlagen des Coding vermittelt bekommen, auf welchen danach aufgebaut werden kann.

SACHGESPRÄCH zum Thema Roboter und Coding

  • Was ist ein Roboter? 
  • Wo finden wir Roboter im Alltag? 
  • Welche Roboter kennt ihr? 
  • Wie "steuert" man einen Roboter? 


AKTIVITÄT "Mensch & Roboter"

Die SchülerInnen "programmieren" die Lehrperson durch Befehls-Ansagen zu einem vorgegebenen Ort innerhalb des Raums. Wichtig: Beim Programmieren ist es notwendig sehr genaue und kurze Befehle zu geben. So reicht es nicht "Gehe zum Fenster" zu sagen, sondern dies muss z.B. in Form einzelner Befehle wie "Gehe vier Schritte gerade aus, drehe dich um 90 Grad nach links...." geschehen. 
Zur Unterstützung können Befehlskarten benutzt werden. Folgende Befehle sind zulässig: Gehe (...) Schritte gerade aus, drehe dich um (...) Grad nach links/rechts, gehe (...) Schritte rückwärts. 

Modul B: Kennenlernen & erstes Programmieren des Lernroboters

Modul B: Kennenlernen & erstes Programmieren des Lernroboters

Kleingruppe 

Je nach Erfahrung der SchülerInnen kann hier unterschiedlich angesetzt werden. Zu Beginn genügen einzelne Schritte, nach und nach sollten mehr Befehle hinzugefügt werden, bis es möglich ist ganze Befehlsfolgen nachzuvollziehen. Folgendes kann zu Beginn besprochen werden (in diesem Fall an Bee-Bot bzw. Blue-Bot angepasst): 

  • Grundlegende Programmiermöglichkeiten: Welche Tasten gibt es?
    (Vorwärts, Rückwärts, Links, Rechts, Pause, Löschen, Go/Start.)
  • Einen Schritt vorwärts gehen - wie funktioniert das?
    (Vorwärts-Taste + Go Taste)
  • Achtung: Immer die "Lösch-Taste" drücken bevor man neue Befehle eingibt, sonst "merkt" sich der Roboter die vorhergegangenen Befehle und wiederholt diese. 
  • Rechts/Links drehen - was macht der Roboter wenn ich die Taste mit dem Pfeil nach links drücke? Oft gibt es hier Missverständnisse. Der Roboter dreht sich hier lediglich am gleichen Feld und fährt nicht nach links/rechts. 
  • Zwei Schritte vorwärts gehen - wie funktioniert das?
    2x Vorwärts Taste + Go Taste ODER vorherigen Befehl nicht löschen und einen zweiten Schritt hinzufügen, dann Go Taste drücken.)
  • Ganze Befehlsketten
  • ...
Modul C: Wien kennenlernen

Modul C: Wien kennenlernen

Kleingruppe | Einzelarbeit

Im weiteren Verlauf ist der Fokus das Kennenlernen berühmter Sehenswürdigkeiten Wien's in Kombination mit immer schwieriger werdenden Programmieraufgaben. Die Übungen sind individuell nach den Kompetenzen der SchülerInnen anzupassen. 

Die SchülerInnen dürfen Ziehkärtchen ziehen und auf der Matte die jeweiligen Orte suchen. Kennen die SchülerInnen diese Orte? Gibt es dazu eine kurze Geschichte oder wichtiges Hintergrundwissen welches mitgegeben werden sollte?  

Die ersten zwei Kärtchen werden aufgelegt und der/die erste SchülerIn darf von Punkt A zu Punkt B den Roboter steuern, dann der/die nächste SchülerIn den Roboter von Punkt B zu Punkt C. 

Modul D: Vorgegebene Programmieraufgaben

Modul D: Vorgegebene Programmieraufgaben

Einzel- und Partnerarbeit

Die Übungen der Aufgabenkarten dienen als Vorlage für immer komplexer werdende Übungen im Bereich Coding. Grundsätzlich ist zu empfehlen, dass die SchülerInnen angehalten werden, zuerst den Weg "in Gedanken" nachzugehen bzw. zu überlegen, danach sollte dies mit dem Roboter überprüft werden. Je nach Alter und Erfahrung der SchülerInnen kann hierbei einfach variiert werden.

Zu Beginn dürfen einzelne Schritte programmiert werden, nach und nach sollten immer längere Befehlsketten möglich sein. Folgende Szenarien liegen den Aufgabenkarten zu Grunde:

  • Weg finden: Es kann ein Start und Ziel vorgegeben werden und der Weg darf selbst ausgesucht werden.
  • Ziel finden: Es sind der Startpunkt und eine Befehlsreihenfolge vorgegeben und die SchülerInnen sollen die Befehle interpretieren und nachvollziehen was das Ziel ist.
  • "Lückentext": Start, Ziel und Weg werden vorgegeben, es fehlt jedoch mindestens ein Befehl - welcher könnte dies sein? 
  • Vorgegebene Befehle: Es sind ein gewisse Anzahl an Befehlen vorgegeben und evtl. noch ein Start und Endfeld. Die SchülerInnen sollen sich nun einen Weg überlegen bei dem alle Befehle verwendet werden.

Die Zusatzkarten können flexibel auf der Karte zum Einsatz kommen. Diese dienen der Erweiterung einfacher Aufgaben bzw. erhöhen den Schwierigkeitsgrad. So können sie z.B. zum Markieren von Feldern eingesetzt werden, die der Roboter nun nicht mehr befahren darf.

Modul E: Experimentieren

Modul E: Experimentieren

Einzel - oder Teamarbeit

Sobald die SchülerInnen etwas Übung im Umgang mit dem Lernroboter haben, kann auch eine freie Experimentierphase eingebaut werden. Die Kinder können selbst kreativ werden, sich selbst Wege oder Challenges überlegen, für MitschülerInnen Aufgaben überlegen uvm.

Weiterführende Ideen

Weiterführende Ideen

Die SchülerInnen können sich selbst Aufgaben überlegen und Aufgabenkärtchen erstellen, die sie oder MitschülerInnen dann zu lösen versuchen.

Zur Wien Matte gibt es eine passende Learning App zum Vertiefen der Sehenswürdigkeiten in Wien.

Als Gemeinschaftsprojekt können Matten zu anderen Orten oder auch Themen entstehen, die dann wiederum eine Vorlage für ganz neue Aufgaben sein können. Wichtig dabei ist quadratische Felder mit einer Seitenlänge von 15 cm (entspricht der Schrittlänge der Lernroboter) einzuzeichnen.

Einige Ideen für den Elementarbereich, welche jedoch abgeändert auch in der Primarstufe eingesetzt werden können, finden Sie unter medienkindergarten.wien.

  • Mathematik mit dem Lernroboter: Ein/e SchülerIn darf den Roboter von einem beliebigen Startfeld zum Ziel fahren. Ein/e weiterer/e SchülerIn notiert die Ziffern und addiert diese danach oder versucht gleich im Kopf mitzurechnen. 
  • Deutsch mit dem Lernroboter: Kennenlernen der Buchstaben & Wörter oder Namen "schreiben" indem man gezielt bestimmte Felder anfährt.
Wissenswertes zu Roboter und Konzept

Wissenswertes zu Roboter und Konzept

Für dieses Projekt können verschiedene Roboter zum Einsatz kommen. Aufgrund der gleichen Schrittlänge können Bee-Bot, Blue-Bot und Cubetto in jedem Fall eingesetzt werden. Natürlich können auch andere Roboter verwendet werden, wobei hier zu beachten ist, dass für unsere Wien-Matte und die dazugehörigen Aufgaben eine Schrittlänge von 15cm notwendig ist. 

Je nach Erfahrung der SchülerInnen empfiehlt es sich mit einfachen Übungen zu beginnen um die Bedienung des Roboters kennenzulernen. Im Falle des Blue-Bot gibt es drei verschiedene Arten zu programmieren: Mittels Knöpfe, welche direkt am Körper des Roboters sind, mittels Tactile Reader oder mit dem Tablet (genauere Beschreibung siehe hier). Die unterschiedlichen Programmierarten können nach Bedarf eingesetzt und auch gemixt werden, denn sie enthalten alle die gleichen Symbole. 

Unsere Aufgaben sind für die Programmierung am Körper ausgerichtet und sollten (bis auf wenige Ausnahmen wegen der Länge der Befehlsketten) auch am Tactile Reader und am Tablet funktionieren. 

 

 

Materialien

Materialien

Natürlich kann die Wien Matte in einer Druckerei (auf eigene Kosten!) auf A1-Format gedruckt werden. Gerne lassen wir Ihnen dafür die passende Datei zukommen. Anfragen diesbezüglich bitte via E-Mail an redaktion(at)lehrerweb.wien.


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