Bee-Bot

11.06.2018

Kurzbeschreibung:

Der Bee-Bot ist ein rundlicher, "bienenförmiger" Roboter, der mittels Pfeiltasten am Roboter selbst gesteuert wird. Zusätzliche Geräte wie ein Tablet oder Smartphone sind nicht notwendig. Die Funktionalitäten umfassen:

  • Bewegung des Roboters
  • Audio-Ausgabe (nicht programmierbar)

Erste Inbetriebnahme:

Der Bee-Bot-Roboter ist ein kleiner, gelb-schwarz-gestreifter Roboter. Wie Name und Farbe schon vermuten lassen, ist er der Biene nachempfunden. Der Bee-Bot enthält einen Akku, der mit dem beigelegten USB-Kabel aufgeladen und bei Bedarf getauscht werden kann. Im Lieferumfang ist kein Netzadapter enthalten. Auf der Unterseite des Roboters befinden sich zwei Schalter, mit denen einerseits der BeeBot selbst und andererseits dessen Audio-Ausgabe ein- und ausgeschalten werden können.

Der Bee-Bot wird nicht mit Tablet oder Smartphone gesteuert, sondern ganz ohne zusätzliche Geräte direkt über Pfeiltasten am Roboter selbst. Da sich am Bee-Bot-Roboter insgesamt nur 7 Tasten (davon 4 Pfeiltasten) befinden, ist die Steuerung schon bei der ersten Inbetriebnahme sehr leicht verständlich und intuitiv. Zudem liegt eine (ausschließlich englischsprachige) Kurzanleitung bei, die die verschiedenen Tasten, das Aufladen, das Programmieren, den Ruhemodus und die Wartung und Pflege des Bee-Bots genau erklärt. Anderweitiges Zubehör oder Begleitmaterial wird jedoch nicht mitgeliefert, sofern es nicht extra bestellt wird.

Handhabung:

Hardware:

Hardware:

Der Bee-Bot ist ein kleiner, rundlicher Roboter, der über 7 verschiedene Tasten auf der Oberseite gesteuert wird: Vorwärts, Rückwärts, Linksdrehung, Rechtsdrehung, Pause, Go (Programmablauf starten) und X (Programmablauf löschen).

Sowohl das Fahrgeräusch als auch die Tonausgabe des Bee-Bots sind vergleichsweise laut, können jedoch – genauso wie der Roboter selbst – auf der Unterseite mittels Schalter ein- und ausgeschalten werden. Ist der Ton eingeschalten, gibt der Bee-Bot akustisches Feedback bei Tasteneingabe und am Ende jedes Programmablaufs. Die beleuchteten Augen des Bee-Bots geben Feedback, z.B. bei einer Tasteneingabe,  und während bzw. am Ende jedes Programmablaufs. Auf der Rückseite befindet sich eine kleine Anhängevorrichtung.

Steuerung/Apps:

Steuerung/Apps:

Die Steuerung des Bee-Bots ist sehr simpel und intuitiv, bietet aber im Vergleich mit anderen Robotern nur sehr wenige Möglichkeiten: vorwärts oder rückwärts fahren (je 25 cm), links oder rechts drehen (je 90 Grad) oder Pause machen (1 Sekunde).

Der Bee-Bot kann insgesamt bis zu 40 aufeinanderfolgende Programmierbefehle erfassen, verfügt jedoch über kein Display oder eine ähnliche Anzeige. Wer den eingegebenen Programmablauf also vergessen oder sich vertippt hat, muss ihn noch einmal neu eingeben. Bereits abgespielte Programmabläufe speichert der Bee-Bot-Roboter solange, bis er ausgeschalten wird oder bis der Programmablauf mittels der X-Taste gelöscht wird. Tut man beides nicht, wird jeder neu eingegebene Programmierbefehl am Ende des Programmablaufs hinzugefügt.

Pädagogisches Fazit:

Der Bee-Bot ist für Kinder ab ca. 4 Jahren geeignet und ist aufgrund der Größe des Lernroboters und den didaktisch-methodischen Ansprüchen am besten in einer Kleingruppe einzusetzen. Er funktioniert ohne weitere elektronische Geräte, was den Einsatz im Kindergarten- und Schulalltag erleichtert. Im Vergleich zu anderen Lernrobotern ist die Vielfalt an Programmier-Möglichkeiten begrenzt, was jedoch nicht unbedingt ein Nachteil ist, da er bestens auf diese Altersgruppe abgestimmt ist.

Der Bee-Bot wird über Pfeiltasten am Roboter selbst gesteuert. Dies ist für die Richtungsbestimmung durch die Kinder von Vorteil. Da die Wahrnehmung der räumlichen Beziehungen (Orientierungs- & Strukturierungskompetenz) gefordert ist, sollten vorweg Überlegungen zur Sitzrichtung der Kinder angestellt werden. Ein Nachteil ist, dass die eingegebenen Programmierbefehle nicht sichtbar dargestellt werden, wodurch die Nachvollziehbarkeit der einzelnen Schritte nicht gegeben ist. Von großem Vorteil ist bei komplexeren und längeren Reihenfolgen diese durch Auflegen von Befehlskarten in derselben Reihenfolge zu visualisieren.

Folgende Kompetenzen werden damit geschult:

  • Kommunikative Kompetenz: Die vielfach verwendeten Symbole (Pfeile) bekommen eine Bedeutung  für die Kinder. Links und Rechts werden leider nicht durch unterschiedliche Farben dargestellt, hierzu brauchen die Kinder, je nach Erfahrung, eventuell noch unterstützende Maßnahmen. Die Kinder lernen durch den Roboter neue Begriffe kennen und je nach Thema erwerben sie spezifisches Wissen.
  • Soziale/Emotionale Kompetenz: Durch die Arbeit in der Kleingruppe ist es wichtig, zusammenzuarbeiten, vereinbarte Regeln einzuhalten und Rücksicht auf andere zu nehmen sowie Erlebnisse zu reflektieren und zu kommunizieren.
  • Kognitive Kompetenz/Umweltkompetenz: Die Kinder verstehen durch die Eingabe von Befehlen wie ein Roboter funktioniert.

Das Schwierigkeitsniveau wächst mit der Erfahrung der Kinder, da jedoch keine Unterlagen mitgeliefert werden, ist die Kreativität des/der PädagogIn gefragt.

Der Lernroboter ist hinsichtlich der Themengebiete vielfältig einsetzbar und eine sinnvolle Ergänzung bei Schwerpunkt- oder jahreszeitlichen Themen, da die Unterlagen sowie die Matte leicht selbst erstellt werden können, aber auch bereits Online Materialien zur Verfügung stehen (siehe Links). Auf der Seite medienkindergarten.wien gibt es einige Praxisideen und Unterlagen zum Download.



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