Gott, der Hund und ich

Ein Buch, das zum Gespräch über Arbeitslosigkeit, Freundlichkeit und Spaziergänge - also über Gott und die Welt - anregt.
04.10.2017

Autor und Illustratorin:
Will Gmehling & Wiebke Oeser

Herausgegeben:
Wuppertal: Peter Hammer 2016

Seitenanzahl:
32 Seiten

Preis:
ca. € 15,40.-

Alter:
ab 5 Jahren

Themen:
Gott | Religion | Arbeitslosigkeit | Begegnung

Mit wenigen Strichen skizziert Wiebke Oeser eine Szene, in der ein Junge im Regen auf einer Schaukel sitzt und vor sich hinguckt. Auf der nächsten Doppelseite kommt ein Mann mit struppigem Haar, ziemlich roter Nase, einem abgetragenen Sakko und kariertem Schal auf ihn zu.
Dazu Will Gmehlings Text: Da kam Gott in seiner alten Jacke. Ich wusste sofort, dass er es war.

Was für ein Einstieg in eine Geschichte, die in Oesers Bildern immer skizzenhaft wirkt, wie leicht hingeworfen: Der Junge und Gott machen einen Spaziergang durch den Park, besuchen die Mutter an der Supermarktkassa und den arbeitslosen Vater, der mit Freunden am Rand eines Fußballplatzes abhängt. Gott ist aufmerksam, hört zu, bringt die Mutter zum Lächeln, raucht eine Zigarre mit den Männern. Muss im Bus keinen Fahrschein lösen. Wenn der namenlose Ich-Erzähler am Ende Gott mit einem ihm zugelaufenen Hund weggehen sieht, heißt es: Sie verschwanden hinter den Büschen und sahen aus wie alle, die immer unterwegs sind.

So unaufgeregt und selbstverständlich wie hier ist Gott kaum durch ein Kinderbuch spaziert! Gut als Anregung zu einem Gespräch etwa über Arbeitslosigkeit, Spaziergänge, Freundlichkeit oder Regen … - über Gott und die Welt also!


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur