Kommt das Nashorn

Eine Geschichte in reimlosen Versen. Ein trauriges Nashorn mit Vogel am Rücken findet in der Begegnung mit anderen Tieren Trost.

Autor und Illustratorin:
Heinz Janisch & Helga Bansch

Herausgegeben:
Wien: Jungbrunnen 2016

Seitenanzahl:
32 Seiten

Alter:
ab 4 Jahren

Preis:
ca. € 14,95.-

Themen:
Lyrik | Identitätssuche | Selbstzweifel | Trost

Kollektion zum Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2017

Was ist das für ein mächtiger Koloss, dieses Nashorn: Grob zerfurcht stapft es mit verbogenem Horn, traurigen Augen und schwerem Schritt durch die Landschaft – und hat einen winzigen, weißen Vogel auf dem Rücken:

Steht still. / Seufzt. / Sagt plötzlich: / »Möchte auch so leicht sein / wie das Schneeflockengezwitscher / da oben«

In einfachen, klaren reimlosen Versen schickt Heinz Janisch ein an sich zweifelndes, sehnsuchtsvolles Tier durch die Savanne, um es schließlich in der Begegnung mit anderen Tieren und durch deren Trost wieder aufzurichten, dieses schöne Gebirge.

Helga Bansch konzentriert sich in ihren Bildern auf die Figuren, stellt sie auf nur angedeuteten Hintergrund, erzeugt durch einen wilden Strich hier und dort, durch Perspektiven und Anschnitte Dynamik – und unterstreicht damit auch die Einmaligkeit der Hauptfigur. Das wunderbar warme »Bansch-Rot« des Vorsatzpapiers erzeugt eine schöne Atmosphäre und sorgt – in kleinen Tupfern – auch im Innenteil dafür, dass die Traurigkeit nicht überhandnimmt. Für alle, die leise Töne lieben oder aber Trost brauchen.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur