Das Krümelprojekt

Hund Krümel kann spüren, ob jemand einsam oder traurig ist und versucht diese Menschen zu trösten. So bringt der tierische Besucher in Emmas Familie einiges durcheinander.

Autorin:
Kirsten John

Herausgegeben:
Würzburg: Arena 2017

Seitenanzahl:
168 Seiten

Alter:
ab 9 Jahren

Preis:
ca. € 10,30.-

Themen:
Familie | Hund | Freundschaft | Komödie

Hunde in Literatur und Film sind, speziell wenn Kinder Zielgruppe der erzählten Geschichten darstellen, nicht selten: Von Krambambuli über Lassie und Winn-Dixie bis Zottel oder King, um nur ein paar zu nennen. Das liegt auch daran, dass mit ihnen als Protagonisten - anders als etwa bei Erdmännchen oder Schildkröten - auch klassisch realistisches Erzählen möglich ist. Hunde sind beweglich,  können bellen, geben gute Freunde für Menschen, auch Kinder, ab. Ausgeprägte Individualität bei Hunden ist darüber hinaus nicht selten. Sie eignen sich also perfekt als wichtige Nebenfiguren, die oft als Katalysatoren fungieren und bisweilen die Geschichte erst richtig in Gang bringen.
Das alles gilt für Krümel, der für seinen Namen sehr groß ist und eigentlich nur vorrübergehend bei der Familie von Emma aufgenommen werden soll. Der Hund hat eine seltsame Gabe, wie Emma zumindest glaubt: Er kann spüren, ob jemand einsam oder traurig ist - und versucht diese Menschen zu trösten. Das bringt in dieser Geschichte zuerst einiges durcheinander, dann aber viel zusammen und an den richtigen Platz.

Kirsten John, die auch Sachbücher für Kinder und Romane für Erwachsene schreibt, hat mit "Gefährliche Kaninchen" gezeigt, dass man eine Familiengeschichte, wie sie zu hunderten auf den Markt sind, mit witzigen Ideen und klug gebauten Dialogen zu etwas Besonderem machen kann. Das gilt auch für "Das Krümelprojekt", wie schon "Gefährliche Kaninchen" leicht zu lesen UND höchst unterhaltsam.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur