Henrikes Dachgarten

Auf einem wunderbaren märchenhaften Dachgarten mitten in der Großstadt treffen seltsame, aber liebenswerte Menschen zusammen, um trotz Hexen und Stürmen glücklich zu werden.

Untertitel:
Das Wunder auf der Krummen Sieben

Autor:
Albert Wendt

Illustratorin:
Linda Wolfsgruber

Herausgegeben:
Jungbrunnen 2018

Seitenanzahl:
96 Seiten

Preis:
ca. € 14,00.-

Alter:
ab 9 Jahren

Themen:
Natur | Fantasie | Freundschaft | Märchen

Mit Henne, dem Dachdecker mit leichtem Dachschaden, legt die zwölfjährige Henrike auf dem Dach des Hauses Krumme Gasse 7 einen Dachgarten an. Das schnell entstehende Paradiesgärtlein ist einer jener Orte, die zwar mit der Realität - über eine Stiege oder den langen Arm eines Baukrans - verbunden, aber doch eigentlich jenseitig sind. Hier kann ein glückliches Leben geführt werden, auch wenn die Hexe Hux mit dem Schlachtruf "Schimpf und Schande, Wildnis nagt am Abendlande" dagegen anzugehen versucht.

Mag dieses "grüne" Buch auch auf den ersten Blick höchst zeitgeistig sein, so entzieht es sich jedem Trend durch Albert Wendts Erzählstil und -ton: Den Lesenden zugewandt, altmodisch anmutend, sprachverrückt und -verliebt erzählt er die Geschichte eines blühenden Gartens. Dort tummeln sich nicht nur eine Menge Vögel und anderes Viehzeug, dort findet sich auch eine Gruppe eigenartiger Menschen rund um das Mädchen zusammen, um ein besseres Leben zu führen.

Dem Ton des deutschen Autors Albert Wendt, dessen Bücher seit Jahren im Wiener Jungbrunnen Verlag publiziert werden, entsprechen die feinen Zeichnungen und Drucke von Linda Wolfsgruber, alle in dunklem Grün ins Buch gebracht, meist als Vignetten, da und dort aber auch ganzseitig verzaubernd. Diese Illustrationen führen unmittelbar in den literarischen Garten, von dem hier erzählt wird.

Gut auch zum lebhaften Vorlesen geeignet.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur