Lisa & Lila dürfen bleiben

Die Kühe des Bauernhofs, auf dem Josef lebt, werden nach und nach verkauft. Doch zumindest Lisa und Lila sollen gerettet werden, beschließt der Junge.
09.11.2017

Autorin und Illustrator:
Kirstin Breitenfellner & Mathias Nemec

Herausgegeben:
Wien: Picus 2016

Seitenanzahl:
60 Seiten

Preis:
ca. € 13,00.-

Alter:
ab 7 Jahren 

Wenn in der Literatur für die jüngsten LeserInnen ein landwirtschaftlicher Betrieb auftaucht, was selten genug ist, handelt es sich in der Regel um eine Bilderbuchbauernhofidylle, die es so nicht mal in den oftbeschworenen besseren Zeiten gegeben hat.
Allein deshalb muss auf Kirstin Breitenfellners "Dorfgeschichte" hingewiesen werden, in der mit Josef ein Junge im Mittelpunkt steht, der den Hof seiner Eltern nicht weiterführen können wird:
Nicht rentabel, der nötige Umbau schon gar nicht, der Vater hat ja Gott sei Dank eine Arbeit als Staplerfahrergefunden. Die Tiere müssen also weg, zu Weihnachten soll der Stall leer sein.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen zwei Kühe, die Josef keinesfalls dem Schlachter überlassen will. Um sie herum inszeniert die österreichische Autorin und Journalistin zeitgemäß Kinderleben auf dem Land. Sie lässt einen freundlichen Großvater von früher erzählen, vom Krieg, vom Schicksal, vom Köhlerhannes oder von Lichtmess. Sie stellt dem Jungen, der die Kühe nicht ihrem Schicksal überlassen will, mit dem Nachbarsmädchen Tess eine beste Freundin an die Seite, mit der es zwar auch mal Streit gibt, die aber jedenfalls bereit ist, Josef bei der Rettung von Lisa und Lila (nicht zu verwechseln mit Lieselotte!) zu helfen.

Auch für Stadtgewächse gut geeignet.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur