Feo und die Wölfe

Im Winter des Jahres 1917 kämpft sich ein Mädchen, begleitet von zahmen Wölfen, durch Eis und Schnee, um ihre zu Unrecht inhaftierte Mutter zu befreien.
16.05.2018

Autorin:
Katherine Rundell

Aus dem Englischen:
Henning Ahrens

Herausgegeben:
Carlsen 2017

Seitenanzahl:
256 Seiten

Preis:
€ 15,50.-

Alter:
ab 11 Jahren

Themen:
Russland | Mut | Wolf | Familie | Natur | Russische Revolution

"Ich wollte keine Revolution. Ich wollte meine Mutter. Ich wollte nur, dass alles wieder wird wie früher."

Früher, da lebten Feo und ihre Mutter in einer einsamen Blockhütte und fanden ihr Auslangen, indem sie gezähmte Wölfe ringsum in den russischen Wäldern wieder auswilderten. Nun aber haben Soldaten der Kaiserlichen Armee ihre Mutter gefangen genommen und im weit entfernten St. Petersburg inhaftiert, wo ihr in fünf Tagen der Prozess gemacht werden soll.
Feo bricht auf, begleitet von ihren geliebten drei Wölfen. Unterwegs gewinnt sie die Freundschaft eines jungen Soldaten, der lieber Balletttänzer sein möchte, lernt Revolutionäre kennen, die sie mitunter als nervend empfindet, und schart weitere Kinder um sich, die ebenso unter der Willkür der Obrigkeit leiden. Gemeinsam wollen sie St. Petersburg stürmen.

"Feo und die Wölfe" ist eine überzeugende Mischung aus klassischem Natur- und Abenteuerroman im historischen Setting der dräuenden Russischen Revolution. Wie in den beiden anderen, sehr empfehlenswerten Büchern der Autorin ("Zu Hause redet das Gras" und "Sophie auf den Dächern") ist ihr durchgängiges Motiv auch hier das des wilden Kindes. Kinder sind bei Katherine Rundell stets schwerer zu bändigen als Wölfe. Feos Vitalität und Energie sind auf jeder Seite des Buchs glaubhaft und spürbar und tragen viel dazu bei, dass man dem spannenden, mitunter auch märchenhaften und pathetischen Plot gerne folgt.
(Wer das Buch im englischsprachigen Original lesen möchte, dem sei die illustrierte Ausgabe bei Bloomsbury empfohlen.)

Leseprobe beim Verlag


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur