Für immer Alaska

Ein Golden Retriever steht zwischen Parker und Sven, aber der Hund sorgt schließlich auch dafür, dass die beiden ihren Kampf gegen die Angst gemeinsam durchstehen.

Autorin:
Anna Woltz

Aus dem Niederländischen:
Andrea Kluitmann

Herausgegeben:
Carlsen 2018

Seitenanzahl:
176 Seiten

Preis:
ca. € 12,40.-

Alter:
ab 10 Jahren

Themen:
Angst | Krankheit | Freundschaft | Hund

Was die dreizehnjährige Parker mit dem gleichaltrigen Sven verbindet, ist Alaska, eine Golden Retriever Hündin: Aufgewachsen bei Parker ist sie nun die Assistenzhündin von Sven, der seit einem Jahr an epileptischen Anfällen leidet. Als Sven infolge eines Schulwechsels in Parkers Klasse kommt, geraten die beiden gleich in der ersten Stunde aneinander ...

Anna Woltz hat bereits mit "Gips oder wie ich an einem Tag die Welt rettete" eine großartige Erzählung über die Dynamik in einer Familie und das Gefühlschaos von Figuren mitten in der Pubertät geschrieben. Erneut schickt sie zwei Jugendliche auf die Bühne. Dort kämpfen sie nicht nur mit den für ihre Lebensphase typischen Gefühlen, sondern schleppen darüberhinaus schwere Rucksäcke gefüllt mit Angst mit sich: Parker vermisst nicht nur ihren Hund, sie war vor kurzem auch Zeugin eines Überfalls auf den Laden ihrer Eltern. Dabei wurde der Vater angeschossen, die Täter sind entkommen. Und Sven lebt in permanenter Panik vor dem Kontrollverlust während einem der unvorhersehbaren Anfälle und dem Mitleid jener, die ihn dabei beobachten.
Abwechselnd aus der Sicht der beiden ProtagonistInnen erzählt die niederländische Autorin über Verletzlichkeit, Angst und den Versuch, einen Standpunkt zu finden in Familie, Schule, und Gesellschaft. Das ist berührend. Und auch wenn es bei weitem weniger zu lachen gibt als in den früheren Büchern von Anna Woltz, so bleiben die Figuren auch hier nicht in ihren Ängsten verfangen, sondern finden einen Weg heraus - und zueinander.

Leseprobe


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur