Tintenblaue Kreise

Existentielle Fragen wie die nach dem geglückten Leben, nach dem Tod und der Liebe stehen im Mittelpunkt dieser feinen Erzählung, die nichtsdestotrotz einen leichten und humorvollen Erzählton findet.

Autor:
Michael Roher

Herausgegeben:
Luftschacht Verlag 2018

Seitenanzahl:
184 Seiten

Preis:
ca. € 15,40.-

Alter:
ab 12 Jahren

Themen:
Freundschaft | Mobbing | Schule

Buch des Monats Oktober 2017 (Institut für Jugendliteratur)

Die Besten 7 im Dezember 2017 (Deutschlandfunk)

Buch des Monats Jänner 2018 (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2018

Eine kleine Stadt, mittendrin das Café "Leguan" - ein Ort zum Wohlfühlen. Das weiß Biene am besten. Iihre Eltern betreiben das gemütliche Lokal, das nicht nur für das Mädchen eine Art Wohnzimmer ist, sondern auch für die freundlichen Stammgäste. Zu denen zählt auch Beere. Immer wenn er kommt, verziert Biene seinen Unterarm kunstvoll mit dem Kugelschreiber, sie will später schließlich mal Tätowiererin werden.

Aus ihrem nahezu idyllischen Alltag wird Biene herausgerissen, als klar wird, dass Beeres kleiner Sohn am Herzen operiert werden muss. Die Frage nach dem Tod ist plötzlich virulent für das Mädchen. Dass sie ausgerechnet mit ihrem Mitschüler Phillip über ihre Sorgen und Fragen reden kann, ist überraschend: Phillip ist ein eher verschlossener Junge, der dazu noch in der Schule von den anderen schikaniert wird. Biene hat sich nie daran beteiligt, aber sie hat auch nichts dagegen unternommen ...

Michael Roher hat sich zuerst als Illustrator einen Namen gemacht und ist mittlerweile aber auch als Autor erfolgreich. Ihm gelingt eine feine, warmherzige und humorvolle Erzählung über Familie und mehr oder weniger geglücktes Leben, über Mobbing, Freundschaft und erste zarte Liebe. Roher stellt sich mit diesem Buch in eine Tradition österreichischen Erzählens für junge LeserInnen, das diese ernst nimmt, große Fragen nicht ausklammert und zugleich einen angemessenen und leichten Ton findet.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur