Anna und der Schwalbenmann

Als der Vater der siebenjährigen Anna als Jude von den Nazis abgeholt wird, schließt sie sich einem geheimnisvollen Mann an, der zwischen den Fronten herumzieht und dabei versucht, unsichtbar zu sein.

Autor:
Gavriel Savit

Aus dem Englischen:
Sophie Zeitz

Herausgegeben:
München: cbt 2016

Seitenanzahl:
272 Seiten

Preis:
ca. € 17,50.-

Alter:
14 Jahren

Themen:
2. Weltkrieg | Nationalsozialismus | Krieg | Polen | Flucht

Polen 1939: Anna ist sieben Jahre alt, als ihr Vater, ein Professor an der Jagiellonen-Universität in Warschau, als Jude von den Nazis abgeholt wird und verschwindet.

Das außerordentlich kluge Mädchen - sie spricht vier Sprachen - schließt sich einem geheimnisvollen Mann an, der zwischen den Fronten herumzieht, dabei versucht, unsichtbar zu sein - und zu überleben. Er nimmt sie unter einer Bedingung mit: Sie muss ihm folgen, was immer er tut: Ich werde das Flussbett sein und du der Fluss. In allen Dingen.

Mit den beiden wandern wir durch eine vom Krieg verwüstete Landschaft und ihre Menschen.

Die Konzentration auf die beiden Figuren, eine Perspektive nahe am Mädchen, die miteinschließt, dass wir über den Schwalbenmann nie mehr wissen als sie, und die Unerhörtheit des Erzählten machen den Debütroman eines jungen kanadischen Autors zu einem eindrücklichen Leseerlebnis.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur