Das Fieber

Die 17-jährige Cleo ist sich über ihre Zukunft noch ungewiss, doch als im Spätherbst 1918 die Spanische Grippe ausbricht, stellt sich die Frage bald nicht mehr.

Autorin:
Makiia Lucier

Aus dem Englischen:
Katharina Diestelmeier

Herausgegeben:
Hamburg: Carlsen 2015

Seitenanzahl:
368 Seiten

Preis:
ca. € 18,50.-

Alter:
ab 14 Jahren

Themen:
Historischer Roman | 1920er Jahre | Amerika | Spanische Grippe

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016

Cleo ist siebzehn, aus gutem Haus, aber noch ganz ungewiss, was ihr Leben nach der Schule angeht. Dass diese Frage bald ganz unerheblich ist, hat mit der sg. Spanischen Grippe zu tun. Jener Pandemie, die im Spätherbst 1918 auch Portland/Oregon erreicht und die Stadt bald im Griff hat: Menschen erkranken rasend schnell, sterben auch, es gibt zu wenige Krankenhäuser, Medikamente, HelferInnen. Dass Cleo plötzlich eine Armbinde trägt und beim Roten Kreuz hilft, ist Zufällen und ihrer persönlichen Geschichte zu verdanken.

Makiia Lucier kreuzt in ihrem Debüt den historischen mit dem Adoleszenzroman, deutet eine - der Zeit angemessene - Liebesgeschichte an und zeichnet in einer gefühlvollen, aber keineswegs pathetischen Sprache ein intensives Porträt einer Stadt im Ausnahmezustand. Sie zeigt auch, dass krisenhafte Situationen das Beste wie das Schlechteste bei Menschen hervorbringen können und beharrt eindringlich auf der Gültigkeit des Leitspruchs der Aufklärung "Sapere aude!".


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur