Dazwischen: ich

Ein Jugendroman über die Folgen von Flucht und Traumatisierung, Fremdheit im neuen Land, Integration und deren Folgen für familiäre Systeme.

Autorin:
Julya Rabinowich

Herausgegeben:
München: Hanser 2016

Seiten:
256 Seiten

Preis:
ca. € 15,50.-

Alter:
ab 14 Jahren

Themen:
Flucht | Migration | Integration | Adoleszenz | Familie

Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2017

Auf der Flucht vor dem Krieg ist Madina mit ihrer Familie hier gestrandet und wartet in einer Flüchtlingsunterkunft auf den Asylbescheid. An ihren Tagebucheinträgen können wir nicht nur verfolgen, dass sie viel schneller ankommt als alle anderen Familienmitglieder und in der Folge nicht nur sprachliche Mittlerin wird, sondern dass sich vor allem ihr Verhältnis zum Vater massiv verändert.

Der kann sich nicht nur von seiner Kultur und Tradition nicht lösen, fühlt sich nicht nur fremd, sondern zunehmend völlig verloren.

Julya Rabinowich, selbst Migrantin - bringt in ihrem ersten Jugendroman erzählerisch viel zusammen: Die ungeheuerlichen Folgen von Flucht (bis hin zu Traumatisierung), die Fremdheit im neuen Land, die hohen Anforderung im Rahmen von Integration, die Folgen für familiäre Systeme; dazu die klassischen Konflikte der Adoleszenz, die sich in dieser Konstellation deutlich verschärfen.

Ein formal und inhaltlich gelungener Roman, dem man viele LeserInnen wünscht.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur