Die Welt der Söhne

Zwei Jungen irren nach dem Tod des Vaters durch eine verödete Sumpflandschaft – in einer Welt, in der einzig das brutale Recht des Stärkeren gilt und der Wahnsinn um sich gegriffen hat, fehlt nicht nur Nahrung, sondern auch jede emotionale Zuwendung.

Autor:
Gipi

Aus dem Italienischen:
Myriam Alfano

Herausgegeben:
Avant-Verlag 2018

Seitenanzahl:
288 Seiten

Preis:
ca. € 30,90.-

Alter:
ab 14 Jahren

Themen:
Dystopie | Katastrophe | Gewalt | Familie

In einer postapokalyptischen, weitgehend menschenleeren Sumpflandschaft leben zwei Brüder mit ihrem Vater. Dieser will sie durch eine Erziehung ohne jede Gefühlszuwendung für eine Welt fit machen, in der nur überlebt, wer ohne Mitleid und stärker ist als sein Gegenüber. "Man weint nicht", heißt es, "wenn man weint, nutzt ein anderer das aus". Es gilt zu überleben, weder an vergifteten toten Fischen zu krepieren noch durch die Hand anderer Überlebender, wahnsinnig gewordener Männer, die sich zu gewalttätigen Banden zusammengeschlossen haben.
Es ist eine Welt ohne Gefühle und fast ohne Frauen, die wenigen werden verfolgt, gefangen gehalten, missbraucht. Durch diese Welt irren zwei schlaksige junge Männer, Teenager eigentlich, fast noch Kinder. Nach dem Tod ihres Vaters sind sie völlig allein. Haben wohl Gefühle, aber keine Sprache, um sie zu benennen, können nicht lesen, weder das Tagebuch des Vaters, noch in den Gesichtern anderer Überlebender.

Nur mit schwarzen, feinen Strichen entwirft der italienische Comic-Künstler Gipi (Gian Alfonso Pacinotti), eine Welt nach dem Untergang der Zivilisation, eine Sumpflandschaft, in der tote Tiere und Menschenskelette liegen, improvisierte Hütten auf Stelzen und verfallene Industriebauten, in denen ausgemergelte Figuren ein unmenschliches Leben leben.

Die Graphic Novel mit "Thrillerqualität auf Tarrantino-Niveau" (Christian Endres in "Die Zukunft von Morgen"), zeigt eine "Welt ohne Zukunft - aber nicht ohne Hoffnung".

Leseprobe


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur