Vom Suchen und Finden

Aus der Erzählung um die Rivalität zweier Männer im Kampf um die schönsten Dinosaurier-Knochen wird eine Geschichte der Liebe ihrer Kinder, nicht nur zur Paläontologie, sondern auch zueinander.

Autor:
Kenneth Oppel

Aus dem Englischen:
Sandra Knuffinke und Jessika Komina

Herausgegeben:
Dressler 2017

Seitenanzahl:
432 Seiten

Preis:
€ 19,60.-

Alter:
ab 13 Jahren

Themen:
Paläontologie | Liebe | Abenteuer | 19. Jhdt

Rachel und Samuel treffen zum ersten Mal im Museum aufeinander: Samuels Vater Michael Bolt, ein Außenseiter auf der Suche nach Anerkennung, präsentiert ein Dinosaurier-Skelett. Rachels Vater, der arrivierte Professor Cartland, behauptet spöttisch, der Kopf sitze an der falschen Stelle. In die auf die diskursive Auseinandersetzung folgende Rauferei müssen die Kinder eingreifen und ihre Väter trennen.
Auch Rachel und Samuel aber eint die Leidenschaft für Paläontologie.
Für Rachel ist die Verwirklichung ihrer Träume allerdings deutlich schwieriger, schließlich ist sie eine Frau - im ausgehenden 19. Jahrhundert nicht eben eine gute Voraussetzung, um zu studieren und sich an wissenschaftlichen Ausgrabungen zu beteiligen. Aber Rachel ist ein Sturkopf, also begleitet sie ihren Vater auf der Suche nach einem Riesen-Dinosaurierskelett. Das allerdings auch Samuel und sein Vater finden wollen …

Der versierte Erzähler Kenneth Oppel hat sich vom Bone War inspirieren lassen. Jener Auseinandersetzung, in der die beiden amerikanischen Paläontologen Edward Drinkwater Cope und Othniel Charles Marsh im ausgehenden 19. Jahrhundert um die besten Fossilienfunde kämpften (und im Zuge derer mehr als 140 neue Dinosaurierarten entdeckt wurden).
Dem amerikanischen Erfolgsautor ist ein unterhaltsamer Roman zwischen Indiana Jones, Romeo und Julia und Western gelungen, abwechselnd aus der Perspektive der beiden jungen HeldInnen erzählt.


Text und Empfehlung: Institut für Jugendliteratur