SEKUNDARSTUFE 1

Die Verbindliche Übung "Digitale Grundbildung"

Ab dem Schuljahr 2018/19 gilt der verordnete Lehrplan zur Verbindlichen Übung "Digitale Grundbildung" an Neuen Mittelschulen und AHS-Unterstufen. Es ist die autonome Entscheidung der Schulen, diese in speziellen Stunden oder integriert in anderen Fächern umzusetzen. Die Verbindliche Übung "Digitale Grundbildung" wird mit „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“ beurteilt.

KOMPETENZBEREICHE

KOMPETENZBEREICHE

Das Ziel ist, den Schülerinnen und Schülern einen informierten, sicheren, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang von Medien und Technik zu vermitteln.
Folgende Kompetenzen sollen erworben und erweitert werden.

·         DIGITALE KOMPETENZ: Unter dem Erwerb von „Digitalen Kompetenzen“ wird die Auswahl und Anwendung passender Werkzeuge und Methoden verstanden. Die Vermittlung von Hard- so wie Software-Kenntnissen bilden Basis für die Ermöglichung des Erwerbs und der Erweiterung Digitaler Kompetenzen.

·         MEDIENKOMPETENZ: Unter dem Erwerb und der Erweiterung der „Medienkompetenz“ soll die Mediennutzung und Mediensprache, Medieninhalte verstanden und reflektiert werden. Kritisches und kreatives Denken sind dabei gefragt.

·         POLITISCHE KOMPETENZ: Durch den Erwerb und die Erweiterung von „Politischen Kompetenzen“ wird ein besseres Verständnis von Demokratie und Meinungsfreiheit ermöglicht.

In diesem Kontext sollen die Möglichkeiten, aber auch die Risiken und Gefahren von Medien erkannt werden. Alle dafür notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, zählt zum Aufgabenbereich der Schule.

BILDUNGSBEREICHE

BILDUNGSBEREICHE

Die unterschiedlichen Kompetenzen lassen sich auf folgende Bildungsbereiche umlegen:

  • Sprache und Kommunikation
  • Mensch und Gesellschaft
  • Natur und Technik
  • Kreativität und Gestaltung
  • Gesundheit und Bewegung

Didaktische Grundsätze sowie gleichberechtigte Zugänge für Schülerinnen und Schüler sind obligatorisch. Differenzierte Themen sollen altersadäquat und der Situation ausgewählt bzw. angepasst werden.

 

Einen kritischen, reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit eigenen und fremden Daten implementiert medienkompetentes Handeln. Handlungsorientierte Methoden sind in diesem Kontext auf jeden Fall zu begrüßen, Hands-on Taktik ist in diesem Themenbereich effektiver als theoretische Aufarbeitung.

ACHT INHALTLICHE SCHWERPUNKTE MIT PRAXISIDEEN

ACHT INHALTLICHE SCHWERPUNKTE MIT PRAXISIDEEN

Es wurden acht Bereiche formuliert, die jeweils einen Kernbereich, eine Vertiefung I und eine Vertiefung II beinhalten.

Hier die Liste der Kernbereiche mit fertigen Praxisideen zu ausgewählten Themen.

+ Gesellschaftliche Aspekte von Medienwandel und Digitalisierung

Zum Thema „Die eigene Medienbiografie reflektieren“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/mein-medientagebuch/

+ Informations-, Daten- und Medienkompetenz

Zum Thema „Informationssuche“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/suchmaschinen-im-test/

Zum Thema „Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit von Quellen“
lehrerweb.wien/praxis/projekt-ideen/fakten-checker-und-fake-news-aufdecker/

+ Betriebssysteme und Standard-Anwendungen

Zum Thema „Gestalten der Präsentationen“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/erklaers-mir-mit-mysimpleshow/
https://lehrerweb.wien/praxis/projekt-ideen/pecha-kucha/

+ Mediengestaltung

Zum Thema „Stereotype Darstellungen in Medien“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/schoenheitsideale-und-stereotype/

Zum Thema „Medien als Wirtschaftsfaktor, Werbung“
https://lehrerweb.wien/praxis/projekt-ideen/werbung-in-verschiedenen-medien/

+ Digitale Kommunikation und Social Media

Zum Thema „Eigene digitale Identitäten, Cybermobbing
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/wer-war-ich-wer-bin-ich-heute/

Zum Thema „Erkennen problematischer Mitteilungen“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/peinliche-fotos/

+ Sicherheit

Zum Thema „Persönliche Daten schützen“
https://lehrerweb.wien/praxis/projekt-ideen/meine-daten-gehoeren-mir/

Zum Thema „Vorkehrungen, um ihre persönlichen Daten zu schützen“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/verschluesseln-aber-richtig/

+ Technische Problemlösung

Zum Thema „Verbinden digitaler Geräte“
https://lehrerweb.wien/praxis/blitz-ideen/fotokameraperspektiven-und-ihre-wirkungen/

+ Computational Thinking

Zum Thema „Algorithmen“ https://lehrerweb.wien/praxis/coding-macht-spass/

Zum Thema „Webanwendung mit geeigneten Tools“ https://lehrerweb.wien/praxis/projekt-ideen/schnitzeljagd-20/

FAZIT DES WIENER BILDUNGSSERVERS

FAZIT DES WIENER BILDUNGSSERVERS

Entscheidet eine Schule, die Verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ als eigenes Unterrichtsfach anzubieten, bedarf es strategischen Überlegungen. Viele Punkte können inhaltlich nicht in einer Doppelstunde abgehandelt werden, um den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, die technischen Zusammenhänge zu verstehen und anwenden zu können. Die Gefahr ist dabei, dass eine Inhaltsreduktion vorgenommen wird und dadurch nicht der komplette Kernbereich umgesetzt werden kann. Ein weiteres Problem sieht der Wiener Bildungsserver dabei, dass sich nur Informatik-Lehrende zutrauen werden, die Bereiche abdecken zu können. Die Verbindliche Übung „Digitale Grundbildung“ ist kein Informatikunterricht.

Falls die Lehr- und Lerninhalte der Verbindlichen Übung „Digitale Grundbildung“ integrativ angeboten werden – was aus Sicht des Wiener Bildungsservers wünschenswert wäre – braucht es ein engagiertes und interdisziplinär gut zusammenarbeitendes Lehrerinnen/Lehrerteam und einen weiteren Ausbau entsprechender technischer Ressourcen an den Schulen.

Zur Umsetzung der Integration dieser Verbindlichen Übung bedarf es auch einer entsprechenden Qualifikation der Lehrenden. Hierbei sind nicht nur die Institutionen gefordert, die die Ausbildung der Pädagoginnen/Pädagogen und eine Lehrerinnen/Lehrerfort- und weiterbildung anbieten,sondern auch der Schulerhalter, um diese Qualifikation in einem noch größeren Ausmaß zu ermöglichen.