Österreichs "Trusted Flagger" bei Internet-Verstößen

Bei diesen Organisationen können (vermeintlich) rechtswidrige Inhalte oder Betrugsversuche vertraulich gemeldet werden.

Tipps
Eine Zeichnung mit mehreren internetbezogenen Inhalten, wie etwa Bildschirm etc.
"Phishing"-Versuche, Passwort-Diebstahl, Hassrede und viele andere Internet-Verstöße können an Trusted Flagger gemeldet werden.

Seit dem im Februar 2024 in seiner vollen Gänze in Kraft getretenen Digital Services Act (DSA) der Europäischen Union gibt es auch in Österreich sogenannte Trusted Flagger, an die sich User:innen bei gewissen Problemen im Internet bzw. in den Sozialen Medien wenden können. 

Dabei handelt es sich um Organisationen, die Expertise im Umgang mit bestimmten rechtswidrigen Inhalten (z.B. im Bereich Hate Speech, Urheberrecht, u.a.) mitbringen. Werden sie über problematische Inhalte informiert, prüfen sie zuerst, ob rechtswidriges Verhalten vorliegt und geben dieses dann - meist mit Aufforderung zur Löschung - selbst an die betreffenden Plattformen weiter. Laut DSA müssen Eingaben von Trusted Flagger bevorzugt behandelt werden, bei Nichtreaktion drohen sogar Sanktionen.

Acht Organisationen in Österreich zertifiziert

In Österreich werden die Trusted Flagger von der Kommunikationsbehörde Austria (kurz: KommAustria) zertifiziert. Aktuell sind dies folgende acht Organisationen mit den jeweiligen Schwerpunkten:

Alle ausgewählten Organisationen sind dazu verpflichtet, einmal jährlich Bericht über ihre Arbeit abzulegen (ausgewählte Jahresberichte 2025 von ÖIAT, ZARA und Rat auf Draht). Im ersten durchgängigen Jahr ihrer Tätigkeit ziehen dabei die meisten beteiligten Organisationen eine durchaus positive Bilanz, auch wenn manche noch von Schwierigkeiten bezüglich Verantwortungsübernahme der digitalen Plattformen berichten.