Zoom

Kommunikationstool zum Fernunterricht mit eingeschränktem kostenlosen Zugang

Aktuelle Informationen zur Nutzung von Zoom

Die Nutzungszahlen von Zoom steigen aufgrund der aktuellen Situation. Gleichzeitig kommen immer mehr Datenlücken des Programms ans Licht. Deshalb rät das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom Einsatz von Zoom im Schulbereich ab. Folgendes findet man dazu auf der BMBWF-Webseite:

"Diesbezüglich ist festzuhalten, dass aus datenschutzrechtlicher Sicht vom Einsatz der Software „ZOOM“ im Schulbereich abgeraten wird. Ein Einsatz wäre nur zulässig, wenn alle Anforderungen der DSGVO eingehalten werden würden. Dies erscheint aus Sicht des BMBWF unter Berücksichtigung der Medienberichte derzeit für einen Einsatz im Bildungsbereich nicht hinreichend sichergestellt."

Auf der Webseite des Ministeriums finden Sie mehr aktuelle Informationen rund um das Thema und auch Alternativen für die SchülerInnen - LehrerInnen Kommunikation.


Sekundarstufe


Der kostenlose, aber eingeschränkte "Basic"-Zugang von Zoom.us bietet die Möglichkeit zu 40-minütigen Videokonferenzen z.B. für den Ferunterricht. Leider gibt es neben Datenschutzbedenken aktuell auch Trolle, die in unverschlüsselten Videokonferenzen "einbrechen".

Pädagogische Qualitätskriterien

Zoom.us ist ein Tool für Online-Konferenzen. Durch die Registrierung für den kostenlosen "Basic"-Zugang, kann dieses Tool auch von Lehrpersonen für den Fernunterricht genutzt werden. Durch die Aufnahmefunktion können diese auch aufgezeichnet und zum späteren Wiederholen gesichert werden. Der Vorteil dabei ist, dass sich nur die Lehrperson registrieren muss, nicht aber die SchülerInnen.

Aktivität & Kreativität

Aktivität & Kreativität

Die registrierte Lehrperson fungiert als Host und kann damit ein Meetings starten und auch unterschiedlichste Einstellungen vornehmen. Maximal 100 TeilnehmerInnen gleichzeitig können dann 40-minütigen Einheiten folgen, ohne sich selbst registrieren zu müssen.

Dies ist jedoch etwas komplizierter als z.B. bei Jitsi Meet: Um ein Meeting starten zu können, wird der User zunächst von einem Fenster zum nächsten geschickt, bis er schließlich aufgefordert wird eine Datei herunterzuladen. Um als Gast am Meeting teilnehmen zu können, kann es dies in eingeschränkter Funktionalität über den Browser passieren. Falls man am Tablet oder Smartphone teilnehmen möchte, wird eine entsprechende App benötigt. "Meetings" können vorab geplant und personalisiert werden. Die Aufnahmefunktion funktioniert sehr gut. Die Aufnahme kann am Ende des Meetings lokal am PC abgespeichert werden.

Folgende Funktionen hat Zoom:

  • Textchat + Audiochat  + Videochat
  • Aufnahmefunktion
  • Meetings können vorab geplant werden.
  • Die Lehrperson bzw. der/die LeiterIn des Meetings kann TeilnehmerInnen einzeln oder gesammelt auf stumm stellen, aus dem Chat entfernen oder die Videofunktion abdrehen.
  • Das Meeting kann mit einem Passwort gesichert werden.
  • Das Meeting kann für weitere TeilnehmerInnen gesperrt werden.
  • Der Bildschirm kann geteilt werden (ebenso gibt es eine Whiteboard und eine Kommentarfunktion).
  • TeilnehmerInnen können "die Hand heben".
  • Es können Dokumente, URL´s usw. verschickt werden.
Sozialform, Reflexion und weiterführende Themen

Sozialform, Reflexion und weiterführende Themen

Je nach Einsatzzweck kann das Tool interaktiv oder nur zum passiven Konsumieren genutzt werden. 

Altersgerechte Darstellung

Altersgerechte Darstellung

Da dieses Tool für den professionellen Einsatz für größere Meetings oder Webinare gedacht ist, ist die Oberfläche recht komplex gestaltet. Es gibt viele verschiedene Einstellungsmöglichkeiten, die es notwendig machen, sich vorab mit dem Tool und dessen Funktionen auseinanderzusetzen und vertraut zu machen. Außerdem wird immer wieder Werbung eingeblendet, die auf die kostenpflichtige Version und ihre Vorteile aufmerksam macht. 

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Einsatzmöglichkeiten im Unterricht

Der Host eines Meetings sendet den SchülerInnen einen Einladungslink zu. Für kurze Besprechungen unter SchülerInnen eignet sich ein Tool wie Jitsi Meet besser (kostenlos, einfach und ohne Registrierung). Die Freigabe des Meetings erfolgt über eine Meeting-ID und (optional) einem Passwort.

Folgende Möglichkeiten ergeben sich für den Einsatz des Tools:

  • Unterricht per Video/Audio z.B. im Fernunterricht
  • Erstellung von Screencasts oder Lernvideos 

Technische Kriterien

  • Am PC: Registrierung und Herunterladen des Programms über Browser
  • Am Tablet & Smartphone: iOs, Android
  • Lizenz: Kostenpflichtiges Tool mit kostenloser aber eingeschränkter Basic-Version (Achtung: Es wird sehr oft Werbung für die kostenpflichtige Version eingeblendet!)
Installation/ Zugang

Installation/ Zugang

  • Smartphone & Tablet: Über den Google Play Store (Android) oder über den App Store (iOS) 
  • PC: Registrierung und Einstellungen erfolgen über die Webseite zoom.us.
    Beim Starten bzw. Beitreten des ersten Meetings ist es erforderlich, eine Datei herunterzuladen.

Nach dem Starten des Meetings (oder bei geplanten Meetings vorab) kann die Meeting-ID und das Passwort verschickt werden. In der App können die TeilnehmerInnen diese Daten eingeben ohne sich selbst registrieren zu müssen.

Datenschutz

Datenschutz

  • Es ist eine Registrierung notwendig, es wird die E-Mail Adresse und der Name erfasst.
  • Um am Chat teilnehmen zu können, muss man der App/dem Browser die Berechtigung für Mikrofon und Kamera freigeben.
  • Es wird an mehreren Stellen versucht, ein kostenpflichtiges Abo zu verkaufen.
  • Seit einiger Zeit wird Zoom aufgrund des Datenschutzs kritisiert. Zoom sendet Daten der Nutzer und Dritter an verschiedene Anbieter z.B. Facebook. Das hat auch dazu geführt, dass z.B. die Universität Kassel die Nutzung von Zoom verbietet. 
  • Trolle in Zoom: Akutell wird Zoom immer wieder von "Trollen" heimgesucht. Das bedeutet, dass fremde Personen den Unterricht oder Konferenzen im Videochat stören und Chaos stiften. Dies kann durch die Sicherung des Chats mittels eines Passworts jedoch verhindert werden. 
Usability & Sprachen

Usability & Sprachen

  • Sprache kann verändert werden
  • Komplexe Oberfläche mit vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten
  • Einarbeitung vor erster Nutzung des Tools ist notwendig
Anleitung zur Erstellung eines Online-Chats

Anleitung zur Erstellung eines Online-Chats

  • Registrieren
  • Einstellungen überprüfen und bearbeiten
  • Meeting planen oder sofort starten
  • Einladungslink/ID versenden
  • Meeting abhalten/aufnehmen

Fazit

Das Online-Konferenztool "Zoom" ist in eingeschränkter Version für den Nutzer kostenlos. Es eignet sich unter Einhaltung bestimmter Regelungen (z.B. 40-Minuten Einheiten) für den Fernunterricht. Der Nachteil ist jedoch, dass eine Registrierung seitens des Hosts (empfohlen: Lehrperson) notwendig ist und jede/r TeilnehmerIn eine App oder Datei herunterladen muss, um beitreten zu können. Leider werden aktuell auch im Bereich Datenschutz einige Bedenken geäußert, wodurch der Einsatz zu überdenken ist (siehe Linktipps). Außerdem rät das BMBFW seit Mitte April von der Nutzung des Tools im schulischen Bereich ab.

Eine Einarbeitung in die Handhabung des Tools vor dem ersten Meeting wird empfohlen. Im Vergleich z.B. zu Jitsi Meet hat es zwar mehr Einstellungsmöglichkeiten, bietet jedoch nicht mehr Funktionen an. Da Zoom eigentlich ein professionelles Konferenz-Tool ist, ist es für kurze Besprechungen zwischen SchülerInnen nicht wirklich geeignet. Außerdem wird empfohlen, den Chat mittels Passwort zu schützen, da momentan sehr viele "Trolle" offene Chats stören.


Linktipps & Tutorials

  • Zoom.us
  • Zoom - Education (während der Corona-Epedemie ist die 40-minütige Beschränkung der kostenlosen Accounts aufgehoben)

Hinweise zum Datenschutz und Zoombombing

Getestet März 2020


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