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Squid Game: Hype um Streaming-Serie

Squid Game ist momentan in aller Munde: Worum es geht und wie die Serie bei Bedarf mit Schüler:innen behandelt werden kann.

Jugendkultur
Ein Foto einer Ecke eines großen Monitors, zu sehen ist das Netflix-Logo und der Schriftzug "Squid Game".
Die Serie "Squid Game" ist aktuell die meist gestreamte Serie des Streaming-Giganten Netflix.

Ob auf YouTube, TikTok oder auf Nachrichtenportalen: Vor allem online ist ein großer Hype um die Netflix-Serie “Squid Game” ausgebrochen, der natürlich auch längst viele Jugendliche erfasst hat. Der Trend rund um die südkoreanische Serie ist jedoch nicht ganz unproblematisch.

Gewaltvoll & gesellschaftskritisch

In Squid Game treten fast 500 Menschen mit hohen finanziellen Schulden in einem Wettbewerb an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Dazu treten sie gegeneinander in sechs an sich harmlosen Kinderspielen an. Wer verliert, scheidet jedoch nicht bloß aus, sondern wird brutal getötet.

Die südkoreanische Serie steht beim Streaming-Dienst Netflix zur Verfügung und wird dort für Zuseher:innen ab 16 Jahren empfohlen. Regisseur, Autor und Produzent  Hwang Dong-hyuk schuf mit der Serie einen Streaming-Hit, der weltweit Millionen an Zuseher:innen zählt. Der Kern des brutalen Spektakels ist aber vor allem offene Gesellschaftskritik. Die Serie soll eine Allegorie oder Fabel über die moderne kapitalistische Gesellschaft sein, erklärte Regisseur Hwang Dong-hyuk in Interviews. Leistungsdruck, Diskriminierung sozialer Minderheiten, zunehmende Ungleichheit, Kapitalismuskritik, Doppelmoral - all diese Themen werden bei Squid Game daher deutlich.

Problematischer Hype

Seit Veröffentlichung der Serie ist ein regelrechter Hype um Squid Game ausgebrochen. Bei TikTok und YouTube finden sich zahlreiche Inhalte, in denen die Serie thematisiert, referenziert oder nachgeahmt wird. Sogar in einigen beliebten Computerspielen wurden die Wettbewerbs-Disziplinen der Serie mittlerweile nachgestellt. Auch in der Serie vorkommende Kleidung ist aktuell gefragt, vor allem als Kostümierung. Sogar die Sprach-App Duolingo verzeichnete in den letzten Wochen den Unternehmensangaben zufolge starke Zuwächse auf Koreanisch-Sprachkurse. 

Einerseits werden durch den Hype viele zu junge Zuseher:innen dazu animiert, sich die Serie anzusehen, die erst für Jugendliche ab 16 Jahren freigegeben ist. Andererseits wird die Gewalt in vielen Inhalten, die die Serie referenzieren, stark verharmlost. Zudem geht in all dem Hype auch jegliche Gesellschaftskritik verloren, die der eigentliche Kern von Squid Game ist.

Umgang als Lehrperson

Durch eine gewalthaltige Serie allein werden Kinder und Jugendliche bestimmt nicht gewalttätig. Auch wenn Kinderspiele wie z.B. “Donner, Wetter, Blitz” - in der Serie als “Rotes Licht, grünes Licht” bezeichnet - von Schüler:innen nun vermehrt gespielt werden, weil diese durch die Serie in Erinnerung gerufen wurden, ist dies an sich unbedenklich. Problematisch hingegen sind gewaltvolle Nachahmungen, wie sie z.B. an einer Schule in Belgien vorkamen. Sollte Squid Game bei Ihren Schüler:innen ein großes Thema sein, kann es hilfreich sein selbst einige Folgen der Serie anzusehen und gemeinsam mit den Schüler:innen zu reflektieren. Im Zuge dessen sollte vor allem darauf hingewiesen werden, dass die Gewaltdarstellungen und die Kinderspiele in Squid Game lediglich als Stilmittel dienen, der Kern der Geschichte aber die gesellschaftskritischen Aspekte sind. Die Serie bietet viel Potential, um diese Kritik gemeinsam zu analysieren und zu besprechen. 



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