Nachhaltig Fisch konsumieren - eine Recherche

Nachhaltig Konsumieren - Wir nähern uns hier einem ganz bestimmten Produkt an, recherchieren dazu, stellen Fragen und finden Antworten.
Sekundarstufe I
Sekundarstufe II
Naturwissenschaften
Deutsch

Kerngebiete

  • Informations-, Daten- und Medienkompetenz

Schlüsselkompetenzen

  • Digitale Kompetenz
  • Lese- und Schreibkompetenz
  • Kulturbewusstsein & kulturelle Ausdrucksfähigkeit

Ressourcen

 

 


Durchführung

Einführung

Plenum

Zu Beginn braucht es eine Einfühung ins Thema nachhaltigen Fischkonsum. Z.B. mit einem Erklärvideo (siehe weiterführende Links).

Die Informationen zu den unterschiedlichen Fischfangmethoden sollten besprochen werden (siehe Sachinformationen), damit sich alle Schülerinnen und Schüler etwas unter den Begrifflichkeiten vorstellen können.

Recherche

Einzelarbeit

Jede Schülerin und jeder Schüler, braucht Zugang zu einer Verpackung eines Fischproduktes. Nun können die Informationen, die auf jeder Packung stehen müssen, in die Liste eingetragen werden.
Falls es Familien gibt, wo kein Fisch konsumiert wird, könnte die Lehrkraft Verpackungen zur Reserve mitbringen oder im Supermarkt nachgelesen werden, ohne das Produkt kaufen zu müssen.

Interview

Einzelarbeit

Nun wird eine Person, die Fisch konsumiert und im nahen Umfeld ist, nach ihrem Fischkonsum befragt und alle Informationen werden auf der Liste notiert. Das kann ein Verwandter bzw. eine Verwandte sein, der bzw. die nicht im gleichen Haushalt lebt, oder ein Nachbar bzw. eine Nachbarin etc.

  • Wie oft pro Monat isst du Fisch zu Hause?
  • Wie oft pro Monat isst du Fisch im Restaurant?
  • Welche Fischarten isst du dann?
  • Worauf achtest du beim Kauf von Fischen?
  • Isst du auch andere Meerestiere wie z.B. Muscheln?
  • Wie könntest du nachhaltigeren Fischkonsum leben?

Vergleich, Diskussion und weitere Recherche

Plenum oder Gruppenarbeit

Jetzt können alle Informationen zusammengebracht und miteinander verglichen werden - einerseits das aktuelle Konsumverhalten, andererseits mögliche nachhaltigere Alternativen.

  • Wieviele unterschiedliche Produkte gibt es?
  • Gibt es Produkte, die aus der Reihe fallen? Z.B. am Markt eingekauft
  • Wieviele der Befragten sind zu einem nachhaltigeren Fischkonsum bereit?
  • Was kann ich dazu beitragen?

Zusätzlich können Fischratgeber-Apps genutzt werden. Diese listen unterschiedliche Fischarten auf sowie das jeweilige Fanggebiet, die Fangmethode und außerdem eine Bewertung, ob der Fisch konsumiert werden soll oder vielleicht besser nicht. Hier können auch Fische verglichen werden, die vielleicht in der Produktpalette der Schülerinnen und Schüler nicht vorkommen.


Weiterführende Ideen

  • Die Verpackungen können mitgebracht und miteinander verglichen werden.
  • Interviews könnten auf die ganze Schule ausgeweitet und so eine viel größere Zielgruppe erreicht und Statistiken entworfen werden.
  • Eine Projektidee könnte auch sein, aktiv zu werden und in der Schulkantine nur mehr zertifizierten Fisch zuzulassen.

Sachinformationen

Unterschiedliche Fangmethoden:

  • Angelrute: sehr selektive Art zu fischen, keine Auswirkungen auf den Meeresboden; wird bei schwarmbildenden Fischarten eingesetzt; Fische werden mit Ködern gelockt;
  • Handleine: sind wie kurze Angelleinen, auch die Auswirkungen sind ähnlich
  • Stellnetz oder Kiemennetz: eine Netzwand senkrecht im Wasser; Die Fische bleiben hängen, weil sie mit dem Kopf in die Maschenöffnung kommen und dort stecken bleiben. Dadurch bleiben auch Tiere hängen, die eigentlich nicht das Ziel waren (Beifang).
  • Langleine: sehr lange Angelschnüre, vertikal im Wasser, an denen viele Köder angemacht werden, um diverse Fische zu fangen; Beifang wahrscheinlich (z.B. Meeresschildkröten, Seevögel)
  • Ringwaden: sehr große Netze, die mit einem Boot zu einem Ring zusammengezogen werden; das Problem sind die Lockbojen, die oft eingesetzt werden und so hohe Beifangmengen entstehen
  • Schleppnetze: sehr große Netze, die wie ein Sack gezogen werden, entweder mitten im Wasser oder am Grund; Grundschleppnetze sind besonders umweltschädlich - sie produzieren hohe Mengen an Beifang (auch Korallen und wirbellose Tiere) und zerstören den Lebensraum am Meeresboden

Nachhaltige Siegel:

  • Heimischer Fisch: hat sehr kurze Transportwege
  • Bio-Fisch: ist aus nachhaltiger Produktion
  • MSC Siegel: "Marine Stewardship Council" steht für nachhaltigen und schonenden Wildfischfang, gibt es weltweit
  • ASC Siegel: "Aqua Cultur Steardship Council" bedeutet zertifizierte Aquakultur, zeichnet daher Fisch und Meeresfrüchte aus verantwortungsvoller Zucht aus
  • Siegel unterschiedlicher NGOs: je nach NGO stehen die Siegel für unterschiedliche nachhaltige Schwerpunkte

 

Quelle: wwf.at