Der große Lernroboter-Test – Teil 31: Sphero Mini

Der Wiener Bildungsserver hat verschiedene Lernroboter aus pädagogischer und technischer Perspektive getestet. Teil 31: Sphero Mini.

Testberichte
Der Sphero Mini Roboter auf einer transparenten Halterung vor grauem Hintergrund.
Der Sphero Mini ist ein 4,2cm kleiner Kugel-Roboter. Dies ist im Vergleich zu anderen Robotern zwar kurzfristig eine nette Abwechslung, sorgt aber auch für sehr unpräzise Bewegungen.

Der Sphero Mini ist ein 4,2cm kleiner Roboter in Form einer Kugel und damit eine kleinere Variante des schon 2018 getesteten Sphero SPRK+. Mittels Tablet oder Smartphone kann der Sphero Mini bewegt, die Beleuchtung gesteuert oder auch das Gyroskop und der Beschleunigsmesser des Roboters genutzt werden.

Erste Inbetriebnahme

Der transparente Kugel-Roboter wird mit einem Akku betrieben, ein Micro-USB-Ladekabel liegt bei. Getestet wurde das Sphero Mini Activity Set, zu welchem neben Roboter und Ladekabel auch eine Schutzhülle, Activity Cards und diverse Parcours-Teile gehören. Zur Steuerung können zwei Apps genutzt werden, beide sind kostenlos: Sphero Edu (iOS, Android) und Sphero Play (iOS, Android).

Handhabung

Der Sphero Edu ist klein, aber robust gebaut. Für besseren Halt auf rutschigeren Untergründen kann die im Lieferumfang enthaltene Silikon-Schutzhülle hilfreich sein. Präzise Bewegungen mit dem Sphero Mini zu programmieren erwies sich im Test dennoch als schwierig. So werden auch die mitgelieferten Parcours-Teile oft eher verschoben, als eine tatsächliche Begrenzung zu bilden.

In den beiden dazugehörigen Apps stehen verschiedene Steuermöglichkeiten zur Verfügung. In der Sphero Edu-App können Strecken gezeichnet, mit grafischen Codeblöcken oder auch mit JavaScript programmiert werden. Die Sphero Play-App zielt zwar vor allem auf den spielerischen Einsatz ab, bei welchem man den Sphero z.B. klassisch fernsteuert oder durch Neigung des Tablets steuert, doch auch hier steht eine Möglichkeit zur Verfügung, mit wenigen grafischen Symbol-Blöcken zu programmieren.

Pädagogisches Fazit

Obwohl der Hersteller die Altersgrenze mit 5 Jahren angibt, ist ein pädagogisch wertvoller Einsatz unserer Meinung nach erst ab der Sekundarstufe I sinnvoll. Doch selbst in dieser Altersgruppe bleibt fraglich, ob der Roboter im Vergleich zu spezialisierteren Alternativen langfristig motivieren kann. Für jüngere Kinder bieten die verschiedenen Steuerungsmodi zwar spielerische Unterhaltung, haben jedoch kaum pädagogischen Mehrwert. Für langfristigen Einsatz, z.B. zur Wissensvermittlung gemäß Lehrplan oder zur Vermittlung von Programmierkompetenzen, gibt es Roboter, die deutlich zielgerichteter eingesetzt werden können.

Die ausführlichen Testergebnisse zum Sphero Mini sind im Praxis-Bereich zu finden.