Kinder-Influencer bewerben oft ungesundes Essen

Eine Studie zeigt, dass junge Influencer häufig Junkfood und zuckerhaltige Getränke bewerben.

Jugendkultur

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Mit 27 Mio. Abonnenten ist Ryans World einer der weltweit beliebtesten Kinder-Influencer-Kanäle auf YouTube (englischsprachig).

Spricht man von Influencern und YouTubern, ist häufig von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen die Rede. Doch auch jüngere Kinder agieren oft als Protagonisten in YouTube-Videos und Social Media-Posts, natürlich meist mithilfe ihrer Eltern. Eine kürzlich veröffentlichte amerikanische Studie nahm Videos von Kinder-Influencern im Zusammenhang mit Ernährung nun näher unter die Lupe.

Kinder vermarkten Ungesundes

Insgesamt wurden 418 YouTube-Videos von Kinder-Influencern im Alter von 3 bis 14 Jahren untersucht. In 179 dieser Videos wurden Lebensmittel oder Getränke gezeigt, oft in realer Form, teils in Form von Spielzeug. In 90% der Fälle wurden ungesunde Lebensmittel und Getränke von bestimmten Marken gezeigt (wie z.B. McDonald’s oder M&Ms). Die 179 Videos, in denen Lebensmittel und Getränke gezeigt wurden, wurden insgesamt über eine Milliarde Mal angesehen und zählten etwa 2,6 Mio. Likes auf YouTube.

Ein Blick auf die Kanäle der beliebtesten deutschsprachigen Kinder-Influencer zeigt, dass das Phänomen kein rein amerikanisches zu sein scheint: Der Kanal von Mileys Welt widmet beispielsweise eine gesamte Playlist diversen Videos in denen Süßigkeiten, salzige Snacks und ähnliches konsumiert und “getestet” werden. Auch in den Kanälen von älteren, bei jungen Kindern jedoch beliebten, Influencern (z.B. ViktoriaSarina) finden sich in ähnlichen Playlists vorwiegend Videos zu ungesunden Lebensmitteln.

Unterrichtsidee: Der Gegenentwurf

Diese Erkenntnisse können für den Unterricht zum Anlass genommen werden, um gesunde Ernährung zu thematisieren. Auch über den Werbeeffekt von Produktplatzierung in YouTube-Videos lässt sich anlässlich dessen gut sprechen. Überlegen Sie gemeinsam mit ihren SchülerInnen: Wie könnten gesunde Lebensmittel in ähnlicher Weise auf YouTube beworben werden? Gemeinsam könnte ein kurzes Video als “Gegenentwurf” aufgenommen werden. So wird ihren SchülerInnen nicht nur Mediengestaltung, sondern auch Medienkritik vermittelt.



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