Medienkonsum im Unterricht reflektieren

Tipps, um gemeinsam das eigene Medienkonsumverhalten im Unterricht zu analysieren und reflektieren.

Tipps
Nahaufnahme von zwei Händen, die ein iPhone halten.
Digitale Medien und vor allem Smartphones sind längst zu unseren tagtäglichen Begleitern geworden. Daher lohnt es sich, den eigenen Medienkonsum genauer zu reflektieren.

In den Öffis am Smartphone spielen, in der Pause schnell eine E-Mail beantworten und abends auf der Couch neben der Netflix-Serie die Social Media-Feeds durchscrollen: Digitale Medien sind für uns alle tagtägliche Begleiter, auch für Kinder und Jugendliche. Mit Benachrichtigungen, Aktionen und immer neuen Inhalten buhlen soziale Netzwerke, Streaming-Dienste und Co. permanent um unsere Aufmerksamkeit. Doch wie häufig wir welche Medien nutzen, ist uns dabei meist kaum wirklich bewusst. Umso spannender ist es daher, den eigenen Medienkonsum zu reflektieren. Dies lässt sich auch bestens im Unterricht umsetzen, wir haben einige Tipps dazu gesammelt.

Den eigenen Medienkonsum analysieren

Auf YouTube finden sich zahlreiche empfehlenswerte Videos, die sich gut für einen Einstieg in das Thema Medienkonsum und eine anschließende Diskussion eignen:

In einem anschließenden Gespräch kann gemeinsam diskutiert werden: Welche Medien nutzen die SchülerInnen am häufigsten und warum? Wann nutzen sie sie? Was schätzen sie, wie viele Stunden am Tag sie am Smartphone oder mit Medienkonsum verbringen? Eine erste Selbsteinschätzung kann entweder aufgeschrieben oder mittels einer kurzen Umfrage abgefragt werden, dazu können z.B. Tools wie directpoll oder Google Forms genutzt werden.

Medientagebuch führen

Wie viel Zeit wir täglich mit unseren Smartphones verbringen, kann man auf Android- und iOS-Geräten ganz einfach einsehen. Auf iOS-Geräten ist dies unter “Bildschirmzeit” zu finden, bei Android in den Einstellungen unter “Digital Wellbeing”. Lassen Sie Ihre SchülerInnen Ihre Bildschirmzeit überprüfen: Was halten sie davon? Wie weit liegen die Einschätzung und die Realität auseinander? Finden sie es viel oder wenig? Sind sie überrascht? 
Weiterführend können Ihre SchülerInnen ein Medientagebuch führen, Vorlagen dafür zum Ausdrucken finden Sie in unserer Praxis-Idee ‘Mein Medientagebuch’. Ergänzend kann dabei auch notiert werden, warum welches Medium genutzt wird (Hobby, Langeweile, Schule etc.). 

Abschließend können gemeinsam Strategien besprochen werden, um sich z.B. vom Smartphone weniger häufig verlocken zu lassen. Dabei könnten z.B. folgende TIpps genannt werden:

  • Benachrichtigungen deaktivieren: Viele Apps (z.B. Handyspiele) nutzen Benachrichtigungen, um unsere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Dem kann man entgegensteuern, indem man nur jene Benachrichtigungen aktiviert, die man wirklich braucht.
  • Tägliche Benutzungszeit begrenzen: Bei iOS- und Android-Geräten sowie bei einigen Apps wie z.B. Instagram oder TikToklässt sich eine tägliche Benutzungszeit einrichten. Wird diese in Kürze überschritten, wird man daran erinnert.
  • Apps vom Homescreen entfernen: Apps, die nur ablenken, kann man vom Homescreen entfernen, um nicht dazu verleitet zu werden sie “mal eben schnell nebenbei” zu nutzen.
  • Alternativen für Langeweile überlegen: Wer dazu neigt häufig aus Langeweile zum Smartphone zu greifen, könnte sich überlegen, welche Aktivitäten sich stattdessen eignen könnten. 


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